Nordenham Die ATB-Mitarbeiter sind zum Arbeitskampf bereit. Das ist das Ergebnis einer IG-Metall-Mitgliederversammlung am Montag im Burgsaal der Nordenhamer Stadthalle Friedeburg. „Die Kollegen haben einstimmig beschlossen, dass die Gewerkschaft zu Warnstreiks aufrufen kann. „Die Stimmung ist in Worte gar nicht zu fassen“, schreibt der Gewerkschaftssekretär der IG Metall Wesermarsch, Jochen Luitjens, in einer Pressemitteilung.

„Die Geschäftsführung von ATB in Nordenham lässt keine Gelegenheit aus, weiteres Öl ins Feuer zu gießen.“ Zu diesem Schluss kommt Jochen Luitjens nach der Versammlung. Grund für die schlechte Stimmung unter den ATB-Mitarbeitern ist, dass die Geschäftsführung alle Betriebsvereinbarungen gekündigt und die Mitgliedschaft beim Arbeitgeberverband Nordmetall und damit auch die Tarifbindung aufgekündigt hat (die NWZ berichtete). Hinzu komme nun, dass das Unternehmen einseitig die Akkord- und Leistungslohnzulagen gekürzt hat. „Die Kürzung bedeutet für einige Kolleginnen und Kollegen einen Verlust von bis zu 800 Euro € Brutto im Monat. Damit hat der Arbeitgeber jetzt endgültig den Bogen überspannt,“ sagt Jochen Luitjens. Mit einer so drastischen unrechtmäßigen Kürzung setze der Arbeitgeber Existenzen aufs Spiel.

Die Kollegen hätten dem Arbeitgeber gegenüber die offenen Forderungen geltend gemacht und werden sie wenn nötig auch einklagen. „Die Kolleginnen und Kollegen lassen sich das nicht bieten“, teilt der Gewerkschaftssekretär mit.

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„Die Beschäftigten werden für ihre Arbeitsbedingungen einstehen und für ihre Sozialstandards kämpfen, jetzt erst recht,“ sagt Jochen Luitjens. Auch wenn der Arbeitgeber die Mitgliedschaft im Tarifverband kündigt, bleiben die tariflichen Bedingungen für die Beschäftigten solange erhalten, bis neue Tarifverträge abgeschlossen werden, teilt er weiter mit.

ATB Nordenham gehört zur Wolong-Gruppe, zu der noch Betriebe in Mönchengladbach und Welzheim zählen. Rund 150 Mitarbeiter sind bei ATB Nordenham beschäftigt. Das Unternehmen ist auf den Bau von explosionsgeschützten Motoren spezialisiert.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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