Nordenham /Herrsching Der Nordenhamer Thimo Padeken gehört zu den besten Nachwuchs-Forstwirten in Deutschland. Der 22-Jährige hat beim Bundesentscheid des Berufswettbewerbs der Deutschen Landjugend in Herrsching (Bayern) den zehnten Platz belegt.

In der ganzen Republik waren bei den deutschen Meisterschaften der Agrarwirtschaft mehr als 10 000 junge Menschen angetreten. Beim Finale musste der Nordenhamer, der bei den Niedersächsischen Landesforsten im Forstamt Neuenburg den Beruf des Forstwirts erlernt, in Theorie und Praxis seine Kenntnisse beweisen. Auch das Allgemeinwissen – von Unfallschutz bis zu europäischen Hauptstädten – und die eine Präsentationsfähigkeiten wurden bewertet.

Schnell und genau

Ging es in der Berufstheorie noch um die Probleme, die „Sturmtief Friederike“ dem Wald und den Waldbesitzern bereitet hatte, musste Thimo Padeken im praktischen Wettbewerb mit möglichen Schäden umgehen, Bäume entasten und Schwachholz fällen. Dabei ging es um Schnelligkeit und Sorgfältigkeit. Er musste dafür sorgen, dass der gesägte Stamm die Zielmarkierung zentimetergenau trifft. Zu seinen Aufgaben gehörte es auch, Sträucher in Linie zu pflanzen, einen Fledermauskasten zu bauen sowie Pflanzen, Holzarten und Schadbilder zu bestimmen.

Der Nordenhamer hielt den kritischen Blicken der Prüfer stand und holte am Ende 62,20 Punkte. Damit ist er in Deutschland der zehntbeste Forstwirt in Ausbildung. In den fast vier Monaten seit Beginn habe er viele Erfahrungen gesammelt, die ihn persönlich voranbringen, sagte er. Sein Ziel sei es weniger gewesen, sich zu beweisen, sondern vor allem der Blick über den Tellerrand habe gezählt.

Für die Ausbildung zum Forstwirt hatte sich Thimo Padeken entschieden, weil er sich gerne im Grünen aufhält und die Vielseitigkeit schätzt, die ihm der Beruf verspricht. Auch sein berufliches Fernziel steht für den jungen Mann fest: Er möchte „weiterhin im Grünen arbeiten“. Eine Vorstellung, der er mit dem erfolgreichen Abschneiden beim 34. Berufswettbewerb der deutschen Landjugend ein gutes Stück näher gekommen ist.

Wettstreit seit 1953

Der fachliche Wettstreit wurde erstmals 1953 veranstaltet. Er zählt zu den größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Europas und wird vom Bund der Deutschen Landjugend, dem Deutschen Bauern- und Deutschen Landfrauenverband mit ihren Landesverbänden sowie der Schorlemer Stiftung ausgerichtet. Vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert, soll das Projekt den Blick der Öffentlichkeit auf die Grünen Berufe und die ländlichen Räume lenken. Schirmherrin ist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

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