Nordenham Die Stadt hat seit Mittwoch ihre ersten beiden Fahrradstraßen: in der Wilhelmstraße und in der Körnerstraße (Abschnitt Hafenstraße bis Haydnstraße). Das bedeutet ganz konkret: Diese beiden Straßenabschnitte in der Innenstadt sind jetzt rechtlich Radwege. Anderer Fahrzeugverkehr als Radverkehr ist hier nur noch ausnahmsweise zulässig – und soll sich möglichst auf den reinen Anliegerverkehr beschränken.

 So ist in der Wilhelmstraße ab sofort neben Radfahrern nur noch Anliegerverkehr bis zu 3,5 Tonnen zugelassen.

 In der Körnerstraße ist Anliegerverkehr bis 5 Tonnen zulässig.

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Dabei handelt es sich allerdings um ein Pilotvorhaben, das der Verwaltungsausschuss der Stadt beschlossen hat. Die Ausweisung als Fahrradstraßen gilt vorerst befristet für ein Jahr. Wenn sich die Regelung bewährt, soll sie dauerhaft Bestand haben.

Baudezernentin Ellen Köncke, stellvertretender Bauhofleiter Bernd Bunjes und die Stadtratsmitglieder Sabine Dorn und Ernst Böning haben am Mittwoch symbolisch eines der Schilder in der Wilhelmstraße enthüllt, die auf die Fahrradstraße mit dem beschränkten Anliegerverkehr bis zu 3,5 Tonnen hinweisen. Auf die Fahrbahn sollen später noch in beiden Fahrtrichtungen Fahrradstraßen-Logos aufgebracht werden.

Arbeitsgruppe

Baudezernentin Ellen Köncke und die Ratsmitglieder Sabine Dorn und Ernst Böning gehören der aus Mitgliedern aller Ratsfraktionen und Mitarbeitern der Verwaltung gebildeten Arbeitsgruppe Radwege an, die an Konzepten für Radweg-Sanierungen und Ausweisungen sicherer Wege arbeitet.

„Wir hoffen, mit anderen Straßen in der Stadt nachziehen zu können. Dies ist nur der erste Schritt“, sagt Ellen Köncke.

Infrage komme dafür zum Beispiel auch die Pestalozzistraße. Zunächst müsse aber geprüft werden, wie dort die Parksituation verbessert werden kann im Hinblick auf Autos von Eltern, die ihre Kinder zur Oberschule bringen oder dort abholen.

„Angedacht“ ist laut Ellen Köncke auch die Hansingstraße als Fahrradstraße. Allerdings sei hier der Autoverkehr viel stärker und auch die Buslinie müsse berücksichtigt werden, so dass es schwierig werde.

Rechtlich ist die Einrichtung einer Fahrradstraße zulässig, wenn der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder zu erwarten ist, dass mehr Radfahrer als Autofahrer die jeweilige Straße nutzen.

67 Prozent Radfahrer

Wie die NWZ von Hergen Hadeler, zuständiger Mitarbeiter der Verkehrsbehörde der Stadt, erfahren hat, haben Verkehrszählungen in der Wilhelmstraße einen Radfahreranteil von etwa 67 Prozent ergeben.

In der Nordenhamer Körnerstraße beträgt der Anteil der Radfahrer am gesamten Verkehrsaufkommen etwa 58 Prozent.

Hier noch weitere Regeln, die in Fahrradstraßen zu beachten sind:

 Die bevorrechtigten Radfahrer dürfen hier nebeneinander fahren.

 Als Höchstgeschwindigkeit für den Fahrzeugverlehr gelten 30 Stundenkilometer.

 Autos dürfen Radfahrer mit einem Seitenabstand zum jeweiligen Rad von 1,5 Metern überholen.

 Das Hupen oder Drängeln ist nicht erlaubt.

  In Fahrradstraßen gilt die Vorfahrtregelung „rechts vor links“ nicht.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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