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Nordenham „Die meisten Leute wollen helfen, wissen aber nicht, wie sie das tun können.“ Diese Erfahrung hat die Nordenhamerin Ulrike Fuchs gemacht. Beruflich ist sie in Kurzarbeit und hat einen Teil ihrer freien Zeit genutzt, in ihrer Nachbarschaft in der Schillerstraße Kontakte zu bilden, um für Bedürftige zu sammeln. Mit dem Geld hat sie Lebensmittel eingekauft, um sie der Nordenhamer Tafel zu übergeben. Rasch sind viele weitere Frauen mit ins Boot gesprungen. Bewohnerinnen der einen Straße haben gleichsam die Nachbarstraße zur Mithilfe „herausgefordert“. So ist diese neue Hilfsaktion von Straße zu Straße im Stadtsüden gewachsen. Und sie soll noch weiter zugunsten der Tafel zulegen.

Ulrike Fuchs hat auch ihre Schwägerin Sabine Entrich aus der Lutherstraße angesprochen. Diese knüpfte auch eine Verbindung zur Ortsfeuerwehr Nordenham. In der Bernhardstraße und der Visurgisstraße fanden sich mit Sabine Zinn und Kerstin Eppler weitere Engagierte.

Frauen in der Goethestraße und jetzt in der Schulstraße sowie in der Seedorfstraße/Ecke Saarstraße und in der Saarstraße bis zur Wallstraße sind ebenfalls angesprochen worden.

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„Es gibt Leute, die sagen, dass sie nicht mitmachen wollen. Andere finden diese Aktion aber total toll – auch diese Art von Wettbewerb von Straße zu Straße“, hat Kerstin Eppler erfahren. „Nebenbei haben sich viele nette und persönliche Gespräche ergeben“, ergänzt Sabine Zinn.

Manche der persönlich und über WhatsApp angesprochenen Nachbarn und Bekannten in den verschiedenen Straßenzügen spendeten 5 Euro, andere 10 oder 15 Euro. Vereinzelt gab es auch Spenden über 50 und 100 Euro. „Im Großen und Ganzen war die Resonanz recht groß“, lautet das Zwischenfazit von Sabine Zinn.

Diese Nordenhamer Hilfsaktion zugunsten der Tafel wird fortgesetzt. Weitere Straßen sollen „herausgefordert“ werden. Bisher sind 1260 Euro zusammen gekommen. Mit diesem Geld sind in Einkaufsmärkten in Nordenham Lebensmittel erworben worden, welche die Frauen am Mittwoch persönlich zur Nordenhamer Tafel gebracht haben.

„Das ist eine tolle Aktion“, freute sich am Mittwoch der Tafel-Gründer und Vorsitzende der Bürgerstiftung, Fred Memenga. Rund 80 Hauhalte in Nordenham, Butjadingen, Stadland und Brake werden zurzeit von der Tafel per Lieferservice versorgt.

Vor der Corona-Pandemie kamen insgesamt rund 1500 Menschen regelmäßig zu den Ausgabestellen der Tafel. Vereinzelt wagen sich jetzt Bedürftige wieder hierhin – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.

Auch kommen jetzt – nach dem zwischenzeitlichen Versiegen infolge Corona – wieder Spenden von Supermärkten an. Noch reichen sie freilich für den Bedarf der Tafel nicht aus. „Immer mehr ältere Bürger mit kleiner Rente kommen zu uns“, berichtet Fred Memenga.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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