Biblis /Nordenham Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will den für November geplanten Castor-Transport über Nordenham ins frühere hessische AKW Biblis juristisch stoppen. Es laufe ein Verfahren auf vorläufigen Rechtsschutz gegen den Transport, sagte ein Sprecher des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes in Kassel am Freitag.

Die Umweltschützer begründen ihren Einspruch damit, dass es im Zwischenlager in Biblis keine Möglichkeit gebe, Castor-Behälter zu reparieren. Dies sei aber notfalls bei Defekten vor einem späteren Weitertransport in ein Endlager zwingend nötig.

„Das ist wie eine Sackgasse ohne Wendehammer für den Atommüll“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende des BUND Hessen, Guido Carl. Die nach dem Atomgesetz nachzuweisende Vorsorge fehle. Es sei zudem eine grundlegend neue Bewertung des Störfallrisikos erforderlich, insbesondere für den Fall von Flugzeugabstürzen. Dies gelte umso mehr, weil die Behälter wohl Jahrzehnte länger im Zwischenlager in Biblis lagern werden, als dieses überhaupt genehmigt ist, also über 2046 hinaus. Für solch lange Lagerzeiträume seien die Castoren aber ursprünglich nicht vorgesehen.

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„Bis heute hat es an den mehr als 1200 in Deutschland gelagerten Castor-Behältern keine Veränderungen im Deckelsystem gegeben“, sagte der Sprecher der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung, Tobias Schmidt. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es zu einer Veränderung des Drucks im Deckelsystem eines Castor-Behälters kommen sollte, gebe es ein genehmigtes Überwachungs- und Reparaturkonzept. Dies gelte auch für die Aufbewahrung der Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen im Zwischenlager Biblis.

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