Nordenham /Butjadingen Sie sind wieder unterwegs, die Auslandshelfer der Johanniter-Unfallhilfe aus (JUH) aus Nordenham. Zum zweiten Mal in diesem Jahr machten sich neun ehrenamtliche Helfer mit drei Fahrzeugen auf den Weg nach Litauen, um mit Sachspenden insbesondere der minderbemittelten Landbevölkerung unter die Arme zu greifen.

Rund 3000 Kilometer liegen hinter der Mannschaft um den Nordenhamer Rolf Krause, wenn sie nach acht Tagen zurückkehren. Die Gastfreundschaft und Dankbarkeit der litauischen Bevölkerung ermutigt die Helfer immer wieder, auch im nächsten Jahr wieder Hilfstransporte zu organisieren.

Diesmal geht die Fahrt zunächst nach Sakiai, wo eine kirchliche Einrichtung ein Kinderheim betreibt. Weiter geht es nach Bubiai, wo ein gerade gegründetes Frauenhaus mit Bekleidung, Möbel und Geschirr versorgt wird. Auf der nächsten Station, in Silute, werden auch einige der von der ehemaligen Nordenhamer Jugendherberge zur Verfügung gestellten Betten abgeliefert. Weiter geht es an die Ostsee nach Klaipeda. Die einst nördlichste deutsche Stadt beherbergt unter anderem eine Heilsarmee, die sich um die Bedürftigen in der Hafenstadt kümmert. Auch ein Obdachlosenheim und eine Suppenküche, wo die Ärmsten der Armen betreut werden, bekommen willkommene Hilfe aus Deutschland.

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Und schließlich wird hier auch noch einer Lungenklinik ein Besuch abgestattet, die mit Betten und Nachtschränken aus dem Krankenhaus in Brake versorgt wird. Außerdem gibt es ärztliche Bekleidung aus dem Krankenhaus in Reinkenheide. Darüber hinaus wird auch allgemeine Bekleidung geliefert für die Patienten, die hier oft acht Monate und mehr verbleiben. Hier wie anderswo findet auch das Bettzeug, dass vom Center Parcs in Tossens gestiftet wurde, dankbare Abnehmer.

Eine erste Fahrt führte die Auslandshilfe der Nordenhamer Johanniter bereits im April nach Litauen und Lettland. Unter anderem steuerten sie das lettische Balvi an, wo Bischof Einärs Alpe seit zwölf Jahren die östlichste von drei Diozösen des Landes leitet. Der Bischof zeigte sich hocherfreut und war sich nicht zu schade, selbst beim Abladen mit anzupacken und die Helfer am Abend zu sich nach Hause einzuladen. Hier konnten die Nordenhamer nicht nur ein Spiel der Fußball-Bundesliga im Fernsehen verfolgt, sondern wurden auch reichlich beköstigt.

Ohnehin sind die gemeinsamen Essen die heimlichen Höhepunkte der Fahrten. Für die Gastgeber sind sie die Gelegenheit, sich bei den Gästen aus Deutschland für die Spendenbereitschaft und die tatkräftige Unterstützung zu bedanken. Und für die JUH-Truppe ist es die beste Chance, mit den Gastgebern ins Gespräch zu kommen und etwas über Land und Leute zu erfahren. Auch wenn die Helfer nach acht Tagen einigermaßen erschöpft zurückkehren, werden sie doch bestärkt in ihrem Tun. Viele Dinge, die hierzulande nicht mehr benötigt werden, finden in Litauen dankbare Abnehmer.

Und deshalb wird nach einer kurzen Pause die Sammeltätigkeit auch wieder aufgenommen. Dabei konnte das große Lager in der ehemaligen Stollhammer Schule noch nicht einmal vollständig geleert werden. Das liegt insbesondere daran, dass die Spendenbereitschaft sehr hoch ist und dass die JUH-Auslandshilfe auch bei Firmenauflösungen gerne bedacht wird.

Fest steht jedenfalls, dass es auch im nächsten Jahr wieder zwei Hilfstransporte geben wird. Unter anderem werden Fenster, Spielzeug, Fahrräder, Rollatoren und Möbel gesucht. Wer sonst noch etwas anzubieten hat oder sich selbst mit einbringen möchte, kann sich mit Rolf Krause (Tel. 04731/5518) in Verbindung setzen.

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