Nordenham Nicht nur Mensch und Tier sind von den anhaltend hohen Temperaturen und der Trockenheit in diesem Sommer betroffen. Die Pflanzen leiden unter den fehlenden Niederschlägen. Sie brauchen mehr Wasser – und können sich nicht selbst helfen.

„Gerade junge Bäume, die noch stark im Wachstum sind“, sind davon betroffen, erzählt der stellvertretende Bauhofleiter Bernd Bunjes. Daher übernimmt der Bauhof Nordenham das zusätzliche Gießen.

2000 Liter Wasser

Rolf Kutschenreuther fährt nun täglich seine Runde. Mit einer 2000 Liter fassenden Wassertonne auf einem Anhänger fährt der Mitarbeiter des Bauhofs mit einem Trecker durch die Stadt und bewässert, wo es notwendig ist. Dafür muss er mehrfach hin- und herfahren, um das Fass nachzufüllen. „Aber wir müssen mit dem Equipment auskommen, das wir haben“, sagt Bernd Bunjes. Im Innenstadtbereich seien Mitarbeiter mit einem weiteren Fass unterwegs, um die Geranien und anderen Blumen zu gießen.

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Ein Baum benötigt zwischen 100 und 200 Liter Wasser. „Das dauert auch seine Zeit“, sagt Rolf Kutschenreuther. Wie lange, ist unterschiedlich: „Das kommt auf die Bodenbeschaffenheit an.“ Bei lockerem Boden könne das Wasser schneller versickern.

Woher er weiß, welche Bäume er gießen muss? „Erfahrungswerte“, sagt Rolf Kutschenreuther. Er ist bereits seit 38 Jahren beim Bauhof angestellt und kennt sich aus. So weiß er auch, wann er ausreichend gegossen hat.

Vor allem die Bäume, die in diesem oder im vergangenen Jahr neu gepflanzt wurden, benötigen das zusätzliche Wasser dringend: „Die haben noch keine tiefen Wurzeln“, erklärt Rolf Kutschenreuther.

Rolf Kutschenreuther wird auf seiner täglichen Tour häufig angesprochen und gefragt, ob es sich bei dem Gießwasser um Leitungswasser handelt. Er betont dann immer, dass dies nicht der Fall sei, das Wasser holt er beim Klärwerk. „Es ist nachgeklärtes Wasser“, sagt er. Das ist kostenlos und wird nicht als Trinkwasser genutzt.

Hinweise von Bürgern

Die Pflege und Bewässerung ganz frisch angepflanzter Bäume übernimmt vorübergehend die Firma, die sie gesetzt hat, erzählt Bernd Bunjes. In diesen Fällen werden auch häufig Bewässerungssäcke verwendet, so wie sie in der Oldenburger Straße zurzeit zu sehen sind.

Auch durch aufmerksame Bürger erfahren die Bauhofmitarbeiter, wo gegossen werden muss. „Wir sind dankbar für Hinweise“, sagt Bernd Bunjes, denn besonders in Wohngebieten sehen sie den Bedarf meist nicht.

Die Notwendigkeit des Wässerns habe in den vergangenen zwei Jahren zugenommen. „Letztes Jahr haben wir auch kontinuierlich gewässert“, erzählt Bernd Bunjes, in diesem Sommer setzt es sich so fort. Selbst wenn es zwischendurch regnet, reichen die Niederschläge nicht aus, um die Bäume zu versorgen.

Das, was die Bauhofmitarbeiter schaffen können, machen sie auch, sagt Bernd Bunjes. Bisher sei eine Unterstützung beim Wässern der Bäume zum Beispiel durch die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk (THW), wie in der Stadt Bremerhaven, aber noch nicht erforderlich.

Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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