Nordenham Im Vergleich zu vielen vorherigen Arbeiten ist die Montage des Brückengeländers, das sich feuerrot vom mausgrauen Beton abhebt, sicherlich nur ein kleiner Schritt. Es ist aber gleichwohl ein Symbol dafür, dass die Arbeiten an der Großbaustelle in Friedrich-August ihre letzte Phase erreicht haben. Seit dem 13. April ist die Martin-Pauls-Straße in Höhe des Blexer Sieltiefs gesperrt, weil dort die Brücke erneuert wird. Nach den Worten von Robert Folgmann, dem Geschäftsführer des ausführenden Bauunternehmens Herdejürgen & Harmsen, liegen die Arbeiten voll im Zeitplan. „Unser Ziel ist es, die Brücke am 17. Dezember an den Bauherren, den Landkreis Wesermarsch, zu übergeben“, sagt Robert Folgmann.

Vom Wetter abhängig

Ob das klappt, hängt allerdings von Faktoren ab, die weder Robert Folgmann noch sonst jemand beeinflussen kann. Für die nächste Woche sind Asphaltierungs- und für die Woche darauf Markierungsarbeiten auf der Fahrbahn geplant. Beide Arbeitsschritte sind stark witterungsabhängig. „Bei Regen, Schnee oder Frost können wir das nicht machen “, sagt der Geschäftsführer.

Die Baustelle in Friedrich-August-Hütte ist einer der gravierendsten Eingriffe in den Straßenverkehr, den die Stadt Nordenham in den vergangenen Jahren erlebt hat, weil sie eine von zwei Verkehrsadern zwischen Stadtzentrum und Stadtnorden durchtrennt. Tausende Menschen sind tagtäglich auf der Umleitungsstrecke unterwegs. Und nachdem Hergen Hadeler von der städtischen Verkehrsbehörde in den ersten Tagen noch an der einen oder anderen Stelle nachjustieren musste, gibt es inzwischen kaum noch Probleme.

Nach den Worten von Hergen Hadeler wird die Umleitung von den Verkehrsteilnehmern akzeptiert. Probleme habe es anfangs mit Radfahrern gegeben, die eine schmale Fußgängerbrücke über das Blexer Sieltief in der Nähe der Grundschule Friedrich-August-Hütte nutzen. Hier müssen sie ihr Rad schieben. Darauf weisen entsprechende Schilder hin. Allzu oft sei diese Aufforderung aber ignoriert worden. Erst nach Kontrollen der Polizei sei es besser geworden.

Sobald die Sperrung auf der Martin-Pauls-Straße aufgehoben ist, wird auf der Umleitungsstrecke wieder der ursprüngliche Zustand hergestellt. Das bedeutet: Die mobile Lichtzeichenanlage an der Kreuzung Atenser Allee/Altensieler Straße/Viktoriastraße wird wieder abgebaut. Sonderregelungen, die während der Brückensperrung gelten, werden wieder aufgehoben. Auch die vorübergehenden Halteverbote entlang der Umleitungsstrecke werden hinfällig, wenn der Verkehr wieder normal läuft.

Hammer-Kreuzung

Noch nicht geklärt ist, was im Kreuzungsbereich B 212/Atenser Allee/Coldewärfer Straße passiert. Auch hier steht eine mobile Lichtzeichenanlage. Möglicherweise wird hier dauerhaft eine Ampel eingerichtet. Darüber entscheidet voraussichtlich im Dezember die zuständige Unfallkommission. Vertreter dieses Gremiums haben in den vergangenen Monaten genau hingeschaut, wie sich die Situation auf der so genannten Hammer-Kreuzung entwickelt. In den vergangenen Jahren hatte es hier eine ganze Reihe von schweren Unfällen gegeben. Deshalb fordern viele Nordenhamer, dass die Kreuzung durch eine dauerhafte Ampel oder den Bau eines Kreisverkehrs sichererer gemacht wird.

Die vergangenen Monate dürften der Unfallkommission wertvolle Erkenntnisse geliefert haben. Hergen Hadeler stellt fest, dass es auf der Hammer-Kreuzung deutlich ruhiger geworden ist. Seitdem dort die Ampel steht, habe es vier Unfälle mit einer leicht verletzten Person gegeben. Außerdem habe sich gezeigt, dass der Rückstau, der sich durch die Ampel auf der Atenser Allee bildet, lange nicht so schlimm sei wie befürchtet.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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