Leserbrief von Uta Elb (Ð  vom 23. Juni: „Keine glaubwürdige Entscheidung“)

Frau Elb hat mit ihrem Leserbrief über Abstände von Biogasanlagen zu Wohngebieten völlig recht: Sie fragt, warum erst bei der im Süden Nordenhams beantragten Biogasanlage über größere Abstände von Wohngebieten geredet wird, was vorher in Grebswarden nicht getan wurde. Der Grund ist wohl der, dass endlich neuerdings der Hintergrund des Widerstands durch die anwohnende Bevölkerung in Großensiel von den Politikern erkannt wird.

Nicht ohne Grund haben sich die Anwohner im Süden massiv beklagt und ihre Bedenken offenbar erfolgreich vermitteln können. Im Norden wurde die Zustimmung im Hau-Ruck-Verfahren wohl deshalb erreicht, weil sich niemand ernsthaft Gedanken gemacht hat. Aufklärung gab es ja nicht. Hat Frau Elb sich kritisch geäußert?

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Biogasanlagen sind möglicherweise die größten Dreckschleudern, die man sich vorstellen kann. Sie arbeiten bei 40 °C. Das ist eine ideale Wachstumstemperatur für Keime und Mikroben, deren Rest auch anschließend nicht abgetötet, sondern als Düngemittel auf die Äcker gebracht wird und dann in das Grundwasser sickert. Diese Anlagen werden vielleicht einmal ein ganz großes Problem für uns und unsere Nachwelt sein (...). Ein Abstand zur Wohnbebauung ist bei dieser Betrachtung sogar unerheblich.

Vielleicht sind die Abstände in der Zukunft überhaupt keine Themen mehr, weil es eventuell sogar sinnvoll ist, sich ganz gegen diese Geräte aufzulehnen, wenn sich bewahrheitet, was für mögliche Umweltschäden sie verursachen können.

Neue Erkenntnisse müssen zu neuen Überlegungen führen, auch wenn diese 180°- Wendungen bedeuten. Es kann nicht sein, dass die Interessen eines Betreibers über das Allgemeinwohl gestellt werden. Da helfen auch keine 500 Meter Abstand mehr.

Volker Finn, Nordenham

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