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Neuenfelde Wenn Beate Haferkamp in ihrer Küche arbeitet, kann es leicht passieren, dass ihre Gedanken zurück in ihre Kindheit schweifen. Denn dort wo jetzt Herd, Spüle und Kühlschrank stehen, war früher ihr Kinderzimmer. Die 43-Jährige wohnt mit ihrer Familie in ihrem Elternhaus, genauso wie ihre Mutter Helga Hagen vor ihr auch.

Drei Generationen pralles Familienleben hat das alte Räucherhaus am Ortsrand von Neuenfelde schon erlebt – bis zu neun Menschen gleichzeitig haben dort zeitweise gewohnt. „Ich bin 1950 mit meiner Mutter hergezogen, erinnert sich Hagen.

Damals stand das Haus noch ohne schützende Hecken frei in der Marschlandschaft. Es gab einiges zu renovieren – in dem ehemaligen Räucherhaus wurde das Erdgeschoss damals noch von einer großen Feuerstelle bestimmt. „Als wir hier eingezogen sind, wurde die Außenfassade teilweise mit Holz verkleidet. Auch am Reetdach musste einiges ausgebessert werden“, sagt Hagen.

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Die heute 78-Jährige hat ihre acht Kinder in dem 1764 erstmals in einer Chronik erwähnten Haus großgezogen – zusammen mit ihrer eigenen Mutter wohnten deshalb teilweise neun Familienmitglieder gleichzeitig dort. Haferkamp, die Jüngste, hat sich mit ihrer Schwester ein Zimmer geteilt.

Erwachsen geworden, zog sie nach Elsfleth in die „Stadt“, doch das Heimweh nach Neuenfelde siegte. Im Jahr 2002 kauften sie und ihr Mann Daniel ihren Eltern das Haus ab und begannen mit einem erneuten Umbau. „Unten war alles in kleine Zimmer aufgeteilt, da haben wir jetzt einen offenen Wohnbereich“, erzählt Haferkamp. Die Haustür wurde versetzt, die Holzfassade abgerissen. „Darunter war der Giebel teilweise eingestürzt, wir haben Steine von einem alten Hühnerstall besorgt und die Mauer wieder neu gesetzt“, so die 43-Jährige.

Ihr war es wichtig, so viel wie möglich vom Originalzustand des Hauses wieder herzustellen. Davon zeugen heute unter anderem die halbrunden Giebelfenster. „Ein Jahr hat es gedauert, bis wir eingezogen sind. Auf der Baustelle haben wir viel selbst gemacht“, erzählt Haferkamp. Auch das Reetdach wurde erneuert. „Dabei kamen uralte Reetschichten zum Vorschein. Sie waren steinhart, aber noch immer ganz trocken.“

Auch jetzt spielt sich im urigen Räucherhaus viel Familienleben ab. Die zwei Kinder von Beate und Daniel Haferkamp, Malte und Anna, fühlen sich dort pudelwohl. „Mein Sohn will das Haus schon jetzt auf jeden Fall übernehmen“, lacht Beate Haferkamp. Aber bevor es für den heute Elfjährigen soweit ist, wird wohl noch einige Zeit ins Land ziehen.

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Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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