RUHWARDEN Für Turbulenzen sorgte die Wahl einer neuen 2. Vorsitzenden während der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Ruhwarden in der Gaststätte Ruhwarder Mühle. Die Suche nach einer Nachfolgerin für die zurückgetretene Ursula Löffler spaltete die Versammlungsteilnehmer in zwei Lager. In einer Kampfabstimmung setzte sich letztlich Inge Knoche (22 Stimmen) gegen Lucie Meyer-Mönnich (12 Stimmen) durch.

Letztere war vom 1. Vorsitzenden Wolfgang Lingler vorgeschlagen worden. Der betonte, mit mehreren Vereinsmitgliedern das Gespräch gesucht zu haben. Doch niemand wollte das Amt der 2. Vorsitzenden übernehmen – außer Lucie Meyer-Mönnich. Die gebürtige Butjenterin war vor drei Monaten nach Ruhwarden gezogen. Zuvor hatte die Juristin als Mitarbeiterin des Landwirtschaftsministeriums Nordrhein-Westfalen 20 Jahre in Düsseldorf gelebt. Aus Linglers Sicht sei sie eine hervorragende Besetzung – allein schon wegen ihrer beruflichen Erfahrung als Juristin in einem Ministerium.

Gegenkandidatin nominiert

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Dieser Vorschlag fand allerdings nicht die Zustimmung einiger Versammlungsteilnehmer. Weil Lucie Meyer-Mönnich erst vor kurzem nach Ruhwarden gezogen war, lehnten sie ihre Wahl zur 2. Vorsitzenden schlicht ab. Silke Trolldenier schlug alternativ Inge Knoche vor, die bereits von 2005 bis 2007 als Vorsitzende im Bürgerverein aktiv war und seinerzeit aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Inge Knoche machte aber deutlich. dass sie nur dann bereit sei, das Amt zu übernehmen, wenn sie sich nur um die Organisation innerhalb des Dorfes Ruhwarden kümmern müsse. Dies allerdings brachte Wolfgang Lingler wieder auf den Plan. Er stellte einen Katalog an Aufgaben auf, die eine künftige 2. Vorsitzende abzuarbeiten habe. Er suche schließlich jemanden, der ihn in der Vorstandsarbeit entlaste und auch mit Behörden um Zuschüsse und Genehmigungen verhandele.

Jörg Kuck. ebenfalls ehemaliger 2. Vorsitzender und kommissarischer Vorsitzender, stellte schließlich einen Kompromiss-Vorschlag in den Raum. So solle Inge Knoche doch in den kommenden zwei Jahren als 2. Vorsitzende fungieren und Lucie Meyer-Mönnich als Beisitzerin mit ihrer beruflichen Erfahrung dem Verein helfen. Nach zwei Jahren würden die Ruhwarder Meyer-Mönnich dann ja gut genug kennen, um sie zur 2. Vorsitzenden zu wählen.

Nach einer längeren Diskussion mit Attacken und Spitzen von beiden Seiten sprachen sich schließlich 22 Anwesende für Inge Knoche und zwölf für Lucie Meyer-Mönnich aus. Kucks Vorschlag folgend wurde die unterlegende Meyer-Mönnich dann einstimmig in den Beirat gewählt.

Geräuschlose Bestätigung

Völlig geräuschlos verlief hingegen die einstimmig Wiederwahl von Schriftführerin Kerstin Auffarth und von Kassenwart Karl-Heinz Liebern sowie den Beisitzern Klaus Trolldenier, Harm Bruncken, Helmut Knoche. Neue Beisitzerin ist Manuela Bode. Die Wahl des 1. Vorsitzenden stand während der Jahreshauptversammlung nicht an, da Wolfgang Lingler 2010 für zwei Jahre gewählt wurde.

Eine Meinungsdifferenz zwischen ihm und Ursula Löffler, die nicht notwendig gewiesen wäre, habe die bisherige 2. Vorsitzende bewogen, ihr Amt aufzugeben, berichtete der 1. Vorsitzende Wolfgang Lingler während der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Ruhwarden. Dass Lingler kein Wort des Dankes für die ausgeschiedene Vize-Vorsitzende übrig hatte, verärgerte die Mitglieder. Silke Trolldenier sprach schließlich aus, was viele Anwesende dachten: „Ursula Löffler hat tolle Arbeit für den Bürgerverein und für den Ort Ruhwarden geleistet. Sie wird von allen im Dorf gemocht. Ich weiß zwar nicht, was da vorgefallen ist, aber ich möchte mich außerordentlich bei Ursula Löffler für die viele Arbeit für den Ort und den Verein bedanken und diesem Dank sollte sich der Vorstand anschließen“. Dieser Aufforderung kam Wolfgang Lingler dann, jedoch etwas zögerlich, auch nach und dankte Ursula Löffler in deren Abwesenheit.

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