BERNE BERNE/EB - Zurzeit bieten die Wiesen der Berner Juliusplate den Besuchern ein besonderes Naturschauspiel: Tausende von Schachbrettblumen blühen in überwiegend hell- und dunkelviolettem Schachbrettmuster. Vereinzelt weist die in Norddeutschland auch als Kiebitzei bezeichnete Blume ein weißes Muster aus.

Diese große Ansammlung von Schachbrettblumen ist sehr selten, weshalb die Wiesen bereits 1940 als Naturdenkmal ausgewiesen wurden. In Niedersachsen gibt es insgesamt nur zwei größere Vorkommen, eines davon eben in der Wesermarsch, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Wesermarsch.

Aufgrund dieser Seltenheit ist dieses Gebiet zudem zum Flora-Fauna-Habitat-Gebiet erklärt worden, also zu einem Areal mit europaweiter Bedeutung. Um die Wiesen mit ihren Schachbrettblumen dauerhaft zu schützen, soll das Gebiet jetzt auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Dann wäre es auch möglich, die Bewirtschaftung zum Schutz der Blume zu gestalten und den Bewirtschaftern einen angemessenen Ausgleich zu zahlen.

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Ursprünglich wuchs die Schachbrettblume in Wäldern der Flusstäler. Durch die Rodung dieser Wälder musste sie sich den veränderten Bedingungen anpassen und wächst heutzutage in überfluteten Feuchtwiesen. Drei bis acht Jahre Entwicklungszeit benötigt diese Pflanze, um Blüten auszubilden. Dann allerdings kann sie bis zu 25 Jahre blühen.

Schachbrettblumen stehen unter Schutz und dürfen der Natur nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Laut Landschaftswart Olaf Brammer hat das verbotenen Pflücken der Pflanze auf der Juliusplate erfreulicherweise stark abgenommen. Sie lassen sich aber gut kultivieren und sind heute im Gartenfachhandel erhältlich.

Wer das Naturschauspiel bewundern will, kann sich die Schachbrettblumen direkt vor Ort anschauen. Dort informieren Schilder den Besucher und lädt ein Rastplatz am Naturdenkmal zum Verweilen ein.

Übrigens: Am vergangenen Sonntag führten die Stedinger Gästerführer zwei Besuchergruppen zur Schachbrettblume.

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