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Einigung in Tarifverhandlungen
2,8 Prozent mehr Geld für Beschäftige des Öffentlichen Dienstes

Elsfleth /Berlin Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf die deutsche Seeschifffahrt war das beherrschende Thema beim 36. Nautischen Essen am Freitagabend in der Elsflether Stadthalle. Der Nautische Verein Niederachsen von 1865 hatte wieder zu dieser Traditionsveranstaltung eingeladen. Horst Werner Janssen, Vorsitzender des mittlerweile 149 Jahre alten Vereins, begrüßte rund 350 Gäste.

Die Liste der Ehrengäste an diesem Abend war lang. Grußworte sprachen Elsfleths Bürgermeisterin Traute von der Kammer, Landrat Thomas Brückmann, die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag und Professor Dr. Klaus-Jürgen Windeck, Dekan des Fachbereichs Seefahrt der Jade-Hochschule. Auch Nicolai Woelki, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des Deutschen Nautischen Vereins von 1868 aus Hamburg, dankte für die Einladung und wünschte der Veranstaltung einen harmonischen Verlauf.

Eine gute Entscheidung hatte Kapitän und Reeder Horst Werner Janssen getroffen, mit Uwe Beckmeyer einen profunden Kenner der Seeschifffahrt- und Hafenwirtschaft als Festredner einzuladen. Der gebürtige Bremerhavener, Mitglied der SPD-Bundestagfraktion, ist Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und zugleich Maritimer Koordinator der Bundesregierung. Dass die maritime Wirtschaft qualifizierten Nachwuchs benötige, war eine Kernaussage. „Elsfleth verfügt hier mit der Jade-Hochschule und dem Maritimen Kompetenzzentrum über zwei bedeutende Einrichtungen der maritimen Aus- und Weiterbildung. Ein wichtiger Standortvorteil ist die direkte Nachbarschaft von Lehre und Forschung“, betonte der Festredner.

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Maritimer Koordinator

Uwe Beckmeyer machte deutlich, dass Deutschland ohne seinen Nachwuchs das seemännische Know-how verlieren werde. Deshalb habe die Bundesregierung das Maritime Bündnis für Ausbildung und Beschäftigung in der Seeschifffahrt auf eine neue Grundlage gestellt. Darüber hinaus braucht es nach den Worten von Uwe Beckmeyer ein neues bedarfsgerechtes maritimes Ausbildungsförderprogramm. „Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur haben daher eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet, um die bestehenden Instrumente der Schifffahrtsförderung zu überprüfen. Ergebnisse sollen auf der 9. Nationalen Maritimen Konferenz im Oktober 2015 in Bremerhaven vorgelegt werden“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär.

Die niedersächsischen Häfen sind wichtige Knotenpunkte der Transportwirtschaft, und das Land hat sich nach Hamburg als zweitgrößter Reedereistandort in Deutschland fest etabliert. Uwe Beckmeyer: „Die Unternehmen brauchen faire Ausgangsbedingungen im internationalen Wettbewerb. Zu den größten Herausforderungen zählt aktuell die Auftrags- und Investitionsfinanzierung. Viele Reedereien – besonders die kleinen und mittleren – haben derzeit angesichts niedriger Frachtraten Schwierigkeiten, ihre Kredite bei den Banken zu bedienen“, machte er deutlich. Betroffen seien auch zahlreiche Reedereien, da die Institute die Risiken für die Finanzierung von Schiffbauverträgen als zu hoch einstuften. Bund und Länder würden Förderinstrumente bereitstellen, die von der Branche intensiv genutzt würden. „Eines meiner Ziele ist es, dass Bund und Länder Spielräume bei den Förderinstrumenten weiterhin vollumfänglich nutzen“, so der Festredner.

Elsfleth ist für den Maritimen Koordinator ein Musterbeispiel für die erfolgreiche Verknüpfung von Ausbildung, Forschung und Wirtschaft im maritimen Bereich. Der Bund würde die maritime Forschung und Entwicklung unter anderem mit dem Förderprogramm „Maritime Technologien der nächsten Generation“ und dem Nationalen Masterplan Maritime Technologien fördern. „Derzeit stellen wir die Weichen für die Fortentwicklung des Masterplans“, sagte Uwe Beckmeyer. In schwierigen Zeiten müsse wie in Elsfleth intensiv alles betrieben werden, um der Konkurrenz weiterhin technisch voraus zu sein.

Gebet und Musik

 Das Gebet sprach Pastor Wilfried Giesers. Es sang der Visurgen-Shantychor aus Elsfleth. Vor dem Deutschlandlied stimmte der Trompeter Finn Boyksen das Lied „Time to say goodbye“ an. Gesammelt wurde für die Seemannsmission. Auch in diesem Jahr sollen Seeleute aller Nationen an Bord der Schiffe in den deutschen Nord- und Ostseehäfen Weihnachtspäckchen erhalten.


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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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