Burhave „Der Butjadinger Gemeinderat sollte mutig sein, und eine Bürgerbefragung initiieren“, regte die Ruhwarderin Lucie Meyer-Mönnich an. Ein Gutachten, dass die Auswirkungen weiterer Windenergieanlagen in Butjadingen auf den Tourismus untersucht, forderte Roger Jeschke, Mitglied der Bürgerinitiative Gegenwind.

Erwartungsgemäß stießen die Pläne für die Ausweisung von zwei weiteren Windparkflächen in Düke und in Kampen bei einer Bürgerversammlung am Dienstagabend im Burhaver Rathaussaal auf Kritik. Rund 80 Butjenter, darunter auch etliche Befürworter der Vorhaben, waren der Einladung der Gemeinde zu der von Bürgermeisterin Ina Korter geleiteten vorzeitigen Bürgerbeteiligung gefolgt.

Während das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes bereits weiter vorangeschritten ist, befindet sich die von der Windpark Düke GmbH & Co.KG sowie von der Windpark Kampen GmbH & Co.KG, es handelt sich um die örtlichen Grundstückseigentümer, beantragte Aufstellung von Bebauungsplänen für die beiden Areale noch in der Anfangsphase.

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Ziele erläutert

Um die ging es in der Bürgerversammlung. Andreas Taudzien von der NWP-Planungsgesellschaft in Oldenburg erläuterte den Bürgern Zweck und Ziele der Bebauungsplane, die rechtlichen Hintergründe und die erstengeplanten Festsetzungen.

Gemäß Antrag der Investoren und Vorentwurf des Bebauungsplanes sollen in Düke insgesamt fünf 150 Meter hohe Windräder errichtet werden können. Dabei handelt es sich um drei zusätzliche Anlagen sowie um zwei Windräder, die aber nur dann entstehen dürfen, wenn die zwei in dem neuen Sondergebiet gelegen der insgesamt vier Anlagen des EWE-Windparks Düke zurückgebaut werden. In Kampen sollen bis zu sechs 150-Meter-Anlagen errichtet werden können.

„Aussagen in bisherigen Sitzungen, wonach der Tourismus nicht beeinträchtigt werde und eine Mehrheit der Bürger dafür seien, machen mich ärgerlich“, so Lucie Meyer-Mönnich. Unterstützt wurde sie von Silke Trolldenier (Ruhwarden): „Die Gäste kommen zu uns, weil wir so wenige Windräder haben“.

Eigenen Ast absägen

Butjadingen säge sich den eigenen Ast ab, wenn die Interessen der Energiewirtschaft sowie die von Bürgern und Touristen nicht gegeneinander abgewogen werden. Windenergie sei in anderen Gebieten mit weniger Belastungen für Menschen und Natur besser zu erzeugen, sagte ein Versammlungsteilnehmer. Gefragt wurde auch noch den Auswirkungen auf die Wertminderung von betroffenen Immobilien.

Klaus Francksen (Großfedderwarden) plädierte dafür, auch die Potenzialfläche Niens als Windenergiestandort auszuweisen. Das Areal sei sogar besser geeignet als andere Areale. Zudem seien die Anwohner einverstanden. Die Genehmigung für Düke und Tossens sollten noch in 2016 erteilt werden, weil sonst die Förderung von Windenergieanlagen unsicherer werde. „Das kostet uns allen Geld“, so Klaus Francksen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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