FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE Die dunklen Wolken, die vor einem Jahr über der ATB Motorentechnik GmbH hingen, sind verschwunden: „Wir haben jetzt einen richtigen Nachfrageboom“, freut sich Geschäftsführer Harald Lutz über den Aufschwung. In Sachen Auftragslage ist der September für das Unternehmen am Helgoländer Damm der beste Monat in der Firmengeschichte gewesen. Angesichts dieser Entwicklung hat die Chefetage grünes Licht für Investitionen gegeben.

Investitionen beschlossen

Noch in diesem Jahr soll der Bau einer neuen Fertigungsstraße für Antriebswellen beginnen. Die Ausgaben dafür belaufen sich laut Harald Lutz auf rund 1 Million Euro. Gut die doppelte Summe will ATB für die Errichtung einer neuen Lackiererei aufwenden. Dieses schon seit langem geplante Projekt, das zuletzt aufgrund der Konjunkturdelle vertagt wurde, ist jetzt fest in das Jahresbudget für 2011 aufgenommen worden.

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Die Wirtschaftskrise hatte die Motorenbauer im vergangenen Jahr erwischt. Das Nordenhamer Unternehmen musste am 1. Oktober 2009 Kurzarbeit anmelden, die sich bis Ende Juni dieses Jahres hinzog. Rund 160 der 207 ATB-Beschäftigten waren von der Kurzarbeit betroffen. Dank dieser Überbrückungsmaßnahme konnte das Unternehmen allerdings auf Entlassungen verzichten.

Dass ATB die Stammbelegschaft in der Krise gehalten hat, zahlt sich laut Harald Lutz in der jetzigen Aufschwungphase aus. Denn mit der personellen Besetzung ist der Betrieb gut gerüstet, um das verstärkte Auftragsaufkommen zu bewältigen.

Die steigende Nachfrage hat im Juni eingesetzt und ist in erster Linie auf die wieder aufblühende Investitionsbereitschaft in der Öl- und Gasindustrie zurückzuführen, in der explosionsgeschützte Motoren benötigt werden. Nach Angaben des ATB-Geschäftsführers hat die Auslastung inzwischen wieder das Niveau erreicht, auf dem sie sich vor der Krise befunden hatte. Zu der verstärkten Nachfrage trägt nicht zuletzt das Bestreben vieler Kunden bei, ihre alten Antriebsaggregate gegen effiziente und energiesparende Motoren auszutauschen.

Etwa 50 Prozent der ATB-Motoren – die Jahresproduktion in 2010 beläuft sich auf etwa 14 750 Exemplare – werden für den Export gefertigt. Neben Ländern in Europa gehören China und Australien zu den Hauptabnehmern.

Dass die Motoren aus Nordenham weltweit ein Inbegriff für Qualität und Zuverlässigkeit sind, hat das Unternehmen jetzt von der japanischen Toshiba-Gruppe bestätigt bekommen. Für Toshiba stellt ATB explosionsgeschützte Motoren her, die in Australien vermarktet werden. Für die mittlerweile seit zehn Jahren bestehende Kooperation hat das Nordenhamer Werk nun den „Toshiba Award“ verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Weltkonzern die Produktgüte und die Serviceleistungen, die ATB bietet.

Ehrung in Australien

Der ATB-Entwicklungsingenieur Wolfgang Sobel war im September bei Toshiba im australischen Parramatta vor Ort, um die dortigen Mitarbeiter zu schulen und die technische Zertifizierung zu begleiten. Derartige Zertifizierungen sind in bestimmten Abständen erforderlich, weil für den Vertrieb und Einsatz von explosionsgeschützten Motoren strenge Sicherheitsvorschriften gelten. Das ist in Australien nicht anders als in Deutschland.

Anlässlich der Zertifizierung reiste auch Christian Schmidt, Mitglied des ATB-Vorstands in Wien, nach Australien. Bei dem Besuch nahm er für das Nordenhamer Werk den Toshiba Award entgegen. Zudem unterbreiteten ihm die Geschäftspartner das Angebot, dass ein neues Toshiba-Werk in Vietnam künftig Teil-Komponenten für die Nordenhamer Motoren liefern könnte.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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