WARFLETH 320 Hektar Fläche, 260 davon bejagbar: Das ist das Revier Warfleth 2A im Hegering Stedingen in Zahlen.

Hinter diesen Zahlen steckt viel Arbeit. Bewirtschaftet wird die Fläche von Hans-Martin Wöbken, Friedhelm Laabs und Dr. Lothar Wehn.

Auf der ersten Jagd in diesem Jahr bin ich dabei: eine Premiere. Morgens um halb elf geht es los, ich werde zunächst mit Warnweste und Ohrstöpseln ausgestattet.

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Dann wird es ernst: Im Anhänger ruckeln wir langsam über Feldwege los. Erstes Ziel ist der Wildacker. Er wurde angelegt, um den Tieren Deckung und Äsung zu bieten. „Den Mais lassen wir den ganzen Winter über stehen“, erklärt Wöbken. Außerdem finden sich hier Büsche, Obstbäume und ein Sonnenblumenfeld.

Ohne viele Worte teilen die Jäger sich auf. Jeder weiß, was zu tun ist. Auch die Hunde: Sie durchsuchen mit ihren Herren das Feld der Länge nach. Die übrigen Jäger gruppieren sich an den Rändern und warten. Die erhofften Fasanenhähne lassen sich nicht blicken. Dafür hüpft ein Reh erschrocken aus dem hohen Mais hervor. Das Tier soll nicht erlegt werden, alles bleibt ruhig. Ein paar große Sprünge und es verschwindet genau neben einem der Jäger im hohen Gras. Weiter hinten fallen ein paar Schüsse, nicht so laut, wie ich dachte. Die Ohrstöpsel lasse ich trotzdem lieber drin.

Es geht weiter: Wieder in den Anhänger und ab in den Pappelwald, vorbei an einigen neugierigen Kühen. Im Wald ist im Gegensatz zu dem Kesseltreiben beim Maisfeld ein Vorstehtreiben geplant.

Auch ich bin dabei und bekomme ein Waldstück zugeteilt, das ich immer auf einer Höhe mit den anderen Treibern durchsuche. Kein Tier ist zu sehen. „Die Hasen kann man in der Sasse nicht mal erkennen, wenn man genau daneben steht“, erklärt Hans-Martin Wöbken.

Wir vielleicht nicht, wohl aber sein Hund Frodo. Hat er ein Tier gewittert bleibt er wie erstarrt stehen und winkelt die Vorderpfote an. Ein Hase flitzt aus der Deckung, ein Schuss fällt, der Hase läuft weiter. Und doch war er getroffen, wie sich später herausstellt. Frodo spürt das erlegte Tier auf. „Ohne unsere Hunde ginge nichts“, sind sich die Jäger einig.

In „meinem“ Waldstück finde ich nur noch ein paar Pilze – andere sind da deutlich erfolgreicher. „Es werden im Jahr immer nur zwei Drittel der Flächen bejagt. Und auch die wechseln wir regelmäßig“, so Wöbken. „Wir arbeiten nachhaltig, da sind wir wie Landwirte: Die verkaufen, was übrig ist, wir jagen, was übrig ist.“ Das Fleisch ist gefragt. „Es ist natürlich gewachsen, gesund, nicht fett.“ Davon kann ich mich beim „Schüsseltreiben“ mittags selbst überzeugen. So viel frische Luft macht hungrig.

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