Diekmannshausen /Oldenbrok Die neuen Abfuhrtermine für Restmüll, Papier, Bio und Wertstoffe sorgen in Teilen der Gemeinde Jade für jede Menge Unmut. „Mancher Kunde stellt nun fest, dass ihn die Tonnenabfuhr stresst; weil, um ein Haar, denkt er mit Grollen, muss er tagtäglich Tonnen rollen“, schreibt Reinhard Witte aus Schweiburg in einem Brief an die NWZ .

Brief an Entsorger

Beate Guthardt aus Diekmannshausen, Grüne Straße 10, ist mit dem neuen Abfuhrplan des Entsorgungsdienstleiters GIB Wesermarsch überhaupt nicht einverstanden. In einem Schreiben an den Entsorger, das der NWZ  vorliegt, nennt sie folgende Kritikpunkte: Erstens bekommen wir in diesem Jahr erstmals keinen Abfallplankalender. Außerdem sind wir der Meinung, dass nicht jeder Bürger über die Möglichkeit verfügt, im Internet recherchieren zu können. Besonders ältere Bürger werden somit ausgegrenzt. Drittens wechselt der Abholturnus. Eigentlich wäre am 1. Februar laut Rhythmus des vergangenen Jahres der Biomüll dran gewesen, nicht der Restmüll wie im neuen Plan vorgesehen. Dieser Fakt führt schon zu Irritationen der Bürger. Viertens ist die fast Verdopplung der Abholungen eine Belastung – gerade für die Älteren oder Bürger mit Handicap.

Rainer Penning, Geschäftsführer des Entsorgungsdienstleiters GIB, weist im Gespräch mit der NWZ  daraufhin, dass die neuen Touren seit dem 1. Februar laufen. Ziel sei es, die Müllentsorgung der rund 36  000 Haushalte in der Wesermarsch zu optimieren. „Wenn es Probleme gibt, dann werden wir uns darum kümmern und in den Problembezirken in einem Vierteljahr nachbessern“, sagt er auf NWZ -Nachfrage.

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36  000 Haushalte

Zugleich weist Penning darauf in, dass die Abholtermine mit den Abgabebescheiden versandt wurden und das Internet flächendeckend verbreitet sei. Auf Anfrage sende die GIB gerne einen Abfuhrkalender zu. Er könne bei Bedarf übrigens auch für Kunden auf den Recyclinghöfen der Wesermarsch ausgedruckt werden.

Ungeachtet dessen hält Beate Guthardt den Abfuhrplan für einen Schildbürgerstreich. „An so vielen Tagen für die Müllabholung parat stehen müssen, schränkt die Freiheit als Bürger eines freiheitlichen Staates in nicht geringem Maße ein. Es kann nicht im Interesse der Allgemeinheit sein, dass sich der Bürger freie Tage nach dem Müllplan einzuteilen hat“, schreibt sie an die GIB.

Über die Müllabfuhr hat sich auch Jürgen Michael Stock aus Oldenbrok geärgert. „Seit dem 6. Januar wohne ich mit meiner kranken Mutter im Haus Am Kirchmoor 7. Bereits dreimal sind meine Tonnen nicht gelehrt worden“, sagt er im NWZ -Gespräch. „Das ist ein bedauerlicher Einzelfall. Beim letzten Mal haben wir einen Behälterwagen eingesetzt und den Fehler so ausgebügelt“, sagt Penning.


 Weitere Informationen unter     www.gib-entsorgung.de 
Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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