Elsfleth Rockmusik dröhnte am Freitag durch die Halle der Elsflether Werft, die sich stylisch und modern präsentierte. Wo sonst Stahl und Holz bearbeitet werden, feierte die Werft mit geladenen Gästen ihr 100-jähriges Bestehen. Großer Dank an alle, die dieses Jubiläum möglich gemacht hatten und gute Wünsche zogen sich durch das Programm.

Der 100. Geburtstag sei etwas, das nur Wenige begehen könnten und diesen so voller Kraft und Energie feiern zu können, sei noch seltener, sagte Vorstand Marcus Reinberg. Sein Dank galt der Aufsichtsratsvorsitzenden Brigitte Rohden, die nach einer Operation nicht dabei sein konnte. Mit dem ehemaligen Chef Kurt Wiechmann hatte sie die Werft nach der Krise in den 1990er Jahren zur Umstrukturierung geführt.

Dem Dank an Rohden schloss sich Werftchef Klaus Wiechmann an. Er dankte vor allem den Mitarbeitern der Werft, die zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben. Seine Begrüßung von Bürgermeister Michael Kurz aus Brake und Bert Freese, Vertreter des Bürgermeisters aus Nordenham, sorgte für Erheiterung: „Sie tun uns allen hier ein bisschen leid, weil sie in einer Stadt regieren müssen, in der es keine Werft gibt!“

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Die wechselvolle Geschichte der Elsflether Werft skizzierten die ehemaligen Werftchefs Kurt Wiechmann und Erhard Bülow. Nach der Umstrukturierung habe man um jeden Auftrag kämpfen müssen, mit der Gorch Fock kam der Durchbruch und auch dieses Jahr sei es wieder gelungen, die Gorch Fock nach Elsfleth zu holen, lobte Kurt Wiechmann. Schiffbau sei nach wie vor Handarbeit, sagte Erhard Bülow. Die Facharbeiter hielten eine Werft am Leben. Bülow präsentierte ein hölzernes Emblem der Elsflether Werft, das die Mitarbeiter zum 50-jährigen Bestehen gefertigt hatten. Dieses habe er vor 20 Jahren zum Abschied bekommen. Nun übergab er die Schnitzerei an Klaus Wiechmann.

Immer ein offenes Ohr in dem immer stärker werdenden Konkurrenzkampf in der maritimen Industrie versprach CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen. „Hut ab vor der Vision von Kurt Wiechmann“, lobte auch CDU-Landtagsabgeordneter Björn Thümler, dass es das Traditionsunternehmen geschafft hat, auch im 21. Jahrhundert zu bestehen.

Die Vielseitigkeit der Elsflether Werft zeigte Bürgermeisterin Traute von der Kammer. Das erste deutsche Segelkreuzfahrtschiff, die Lili Marleen, wurde auf der Elsflether Werft gebaut, ebenso wie Containerschiffe und Spezialboote. Einen Leuchtturm in der Region nannte Landrat Thomas Brückmann die Werft. Ihm sei nicht bang um die Zukunft der Elsflether Werft, denn ein Betrieb lebe von den Menschen, die dort arbeiten.

An diesem Sonnabend öffnet die Elsflether Werft ihre Tore für alle Interessierten. Von 10 bis 17 Uhr können sie beim Tag der offenen Werft das Gelände und die Hallen erkunden und die Arbeit kennenlernen. Ein buntes Rahmenprogramm und viel Kulinarisches runden den Tag ab. Auch das Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vom Caritasverband am Eingang des Werftgeländes können Interessierte sich an diesem Tag anschauen und sich über die Einrichtung informieren. Um 20 Uhr startet dann die große Rock-Party auf der Werft mit der Hamburger Band Cosmopauli. Das Konzert ist ausverkauft.


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Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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