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NORDENHAM Der Betriebsrat fordert eine Lockerung der Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung. Die Notlage von 2003 sei überwunden.

von norbert hartfil NORDENHAM - Nach einer langen Durststrecke laufen die Geschäfte bei der Rhenus Midgard GmbH jetzt wieder gut. Angesichts dieser Entwicklung hält es der Betriebsrat für angemessen, die vor drei Jahren beschlossenen Sparmaßnahmen zur Beschäftigungssicherung wieder zurückzufahren. Das betonte der wiedergewählte Betriebsratsvorsitzende Rüdiger Kösling gestern nach der konstitutierenden Sitzung der neuen Arbeitnehmervertretung.

Kösling steht seit 1998 an der Spitze des Midgard-Betriebsrates. Zu seinem neuen Stellvertreter wurde Dieter Oltmanns ernannt. Er löste in dieser Funktion Sabine Jahns ab, die aber nach wie vor der Arbeitnehmervertretung angehört. Die weiteren Mitglieder des siebenköpfigen Betriebsrates sind Detlev Hollmann, Frank Brauner und Michael Schannen, die alle drei neu in das Gremium einzogen, sowie Gunther Lösekann.

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Bei der Betriebsratswahl am 25. April waren 127 Beschäftigte des Hafenunternehmens zur Abstimmung aufgeuufen. Die Beteiligung lag bei 86 Prozent, was für Midgard-Verhältnisse eher gering ist. 2002 waren es stolze 98 Prozent.

Mit 170 Mitarbeitern war auch die Belegschaftsstärke vor vier Jahren deutlich größer als heute. Und da liegt eines der Kernprobleme, mit denen sich der Betriebsrat auseinandersetzen muss: „Die Zahl der Beschäftigten ist gesunken“, sagt Kösling, „und sie wird noch weiter sinken.“ Personaleinstellungen nach dem Rhenus-Midgard-Tarifvertrag gibt es nach den Worten des Betriebsratsvorsitzenden nicht mehr. Stattdessen decke die Geschäftsführung den Personalbedarf über die konzerneigene Arbeitnehmerüberlassungsfirma RPS ab, die in Bremerhaven angesiedelt ist.

Anfang der 80er-Jahre, erinnert sich Kösling, waren noch 330 Menschen bei der Midgard beschäftigt. Erheblichen Anteil an dem Personalabbau hat laut Kösling auch die moderne Technik, die dem Berufsbild des Hafenarbeiters neue Strukturen gibt und eine zunehmende Vielseitigkeit erfordert.

Aufgrund der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung bei der Midgard strebt der Betriebsrat eine Entschärfung der Beschäftigungssicherungsmaßnahmen an. Dabei denkt Kösling vor allem an eine Verringerung der Arbeitszeit, die jetzt bei 40 Wochensstunden liegt. „Wir wollen wieder zurück zur 35“, sagt der Betriebsratschef.

Als ein weiteres Hauptthema führt er den drohenden Wegfall von Arbeitsplätzen in der Verwaltung an. Die geplante Einführung einer neuen Software könne den Verlust von Stellen zur Folge haben, befürchtet Kösling.

Zudem will sich der Betriebsrat verstärkt um die Arbeitssicherheit kümmern. So ist nach Auffassung der Arbeitnehmervertretung eine Sanierung der Fahrwege auf dem Betriebsgelände dringend erforderlich.

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