Elsfleth /Bremerhaven Es sind nicht einmal mehr 200 Schiffe, die unter deutscher Flagge auf den Weltmeeren fahren. Es mehren sich dann auch die Klagen und Proteste, dass es immer weniger Ausbildungsplätze und Gelegenheiten für junge Offiziere geben würde, ihre Patente auszufahren und seemännische Praxis zu erwerben. Auch schwindet der Anteil an Praktikumsplätzen zusehends. Dabei ist das Interesse sowohl bei Männern als auch bei Frauen noch immer groß, einen seemännischen Beruf zu erlernen.

Die Zukunft der deutschen Flagge stand dann auch im Mittelpunkt der Tagung des Verbandes deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere (VDKS) in Bremerhaven. Rund 60 Delegierte der Interessenvertretung von Führungskräften der deutschen Seeschifffahrt nahmen daran teil. VDKS-Präsident Kapitän Professor Christoph Wand, Dozent des Fachbereichs Seefahrt in Elsfleth, forderte die Akteure in den Ländern und im Bund auf, im Rahmen des Maritimen Bündnisses eine hinreichende Anzahl von Schiffen unter deutscher Flagge zu erhalten. Er rief zudem dazu auf, die Auswirkungen der Änderung des Flaggenrechts wesentlich genauer zu beobachten.

In einer Stellungnahme heißt es, dass der VDKS mit Sorge die Entwicklung in der deutschen Seeschifffahrt beobachten würde. Es wird unter anderem festgestellt, dass die Anzahl der Schiffe unter deutscher Flagge trotz der Fördermaßnahmen drastisch reduziert und auch die Anzahl der Ausbildungsplätze trotz Maßnahmen drastisch zurückgegangen seien. Der VDKS fordert nun deutsche Politiker dazu auf, Kontrollmechanismen über die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen zeitnah zu entwickeln und sich in der Europäischen Union für eine einheitliche Mindestzahl von Besatzungsmitgliedern aus EU-Ländern einzusetzen, um den Wettbewerbsnachteil der deutschen Flagge gegenüber anderen EU-Flaggen zu entschärfen und Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU abzubauen. Es sei alles zu tun, um die Ausbildungs- und Beschäftigungssituation in der deutsche Seeschifffahrt zu verbessern, heißt es.

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