Elsfleth Ausbildungsfahrten mit Studierenden sind auf dem Elsflether Segelschulschiff „Großherzogin Elisabeth“ seit vielen Jahren Normalität. Und es war immer „normal“, wenn ein männlicher Schiffsführer auf der Brücke stand. In dieser Zeit sollte es eigentlich auch längst „normal“ sein, wenn ein weiblicher Kapitän das Kommando übernimmt – ist es aber nicht. Frauen am Steuerruder sind immer noch eine Ausnahme. Schon die Bezeichnung „Kapitänin“ bereitet der 29-jährigen Anika Albrecht Kopfschmerzen. „Wenn ich an Bord bin,“ sagt sie , „dann bin ich Offizier oder Kapitän – da muss man kein -in hinten dranhängen“.

mit „Lissi“ reisen

Der Schulschiffverein bietet die Möglichkeit, auf der „Großherzogin Elisabeth“ („Lissi“) mitzusegeln.

Angeboten werden Kurzreisen und mehrtägige Sommerreisen. Freie Plätze gibt es zurzeit noch bei der Kurzreise am 3. Oktober.

Vier Sommerreisen werden in der Zeit vom 10. Juli bis 17. August angeboten. Nach derzeitigem Stand gibt es noch freie Plätze, sie sind aber erfahrungsgemäß schnell ausgebucht.

Informationen und Anmeldungen unter Telefon  04404/ 988672 oder per E-Mail unter buchung@lissi-foerder-gmbh.de.

An diesem Nachmittag genießt Kapitän Anika Albrecht am Heck der „Lissi“ die lang ersehnten Sonnenstrahlen. Es ist still geworden auf dem Schulschiff, das am frühen Morgen um 6 Uhr wieder an der Kaje festgemacht hat. Ein Teil der Crew und die Studierenden der Hochschule Osnabrück haben den Dreimaster längst verlassen – mit im Seesack die Erinnerungen an die zehntägige Fahrt von Elsfleth nach Kristiansand (Norwegen) und zurück. Die Fahrt ging ohne Pause zur südnorwegischen Hafenstadt, auf der Rücktour wurde nur einmal Station vor Helgoland gemacht.

mit „Lissi“ reisen

Der Schulschiffverein bietet die Möglichkeit, auf der „Großherzogin Elisabeth“ („Lissi“) mitzusegeln.

Angeboten werden Kurzreisen und mehrtägige Sommerreisen. Freie Plätze gibt es zurzeit noch bei der Kurzreise am 3. Oktober.

Vier Sommerreisen werden in der Zeit vom 10. Juli bis 17. August angeboten. Nach derzeitigem Stand gibt es noch freie Plätze, sie sind aber erfahrungsgemäß schnell ausgebucht.

Informationen und Anmeldungen unter Telefon  04404/ 988672 oder per E-Mail unter buchung@lissi-foerder-gmbh.de.

Rund 850 Seemeilen liegen hinter Anika Albrecht. Die gebürtige Erfurterin ist die erste Frau auf der „Lissi“, die auf dem jüngsten Törn das Kommando übernahm. Kein Neuland für die Nautikerin, ihr „richtiges“ Berufsleben spielt sich derzeit als 1. Offizier auf dem niederländischen Dreimastschoner „Rembrandt van Rijn“ ab. Das 50-Meter lange Passagiersegelschiff ist prädestiniert für Fahrten in arktische und antarktische Gewässer und so richtig nach dem Geschmack der Nautikerin: „Das ist schon toll, wenn es heißt: Wale an Backbord“.

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Auch die „Lissi“ war für sie nie fremdes Terrain. Während ihres Nautikstudiums am Elsflether Fachbereich Seefahrt von 2006 bis 2010 hatte die junge Frau viele Gelegenheiten, um das Schiff, das Bordleben und auch das Revier kennenzulernen. Als Anika Albrecht jetzt vom Elsflether Kapitän Jens Wilbertz gefragt wurde, ob sie auf der Fahrt nach Norwegen das Kommando auf der „Lissi“ übernehmen würde, hat sie nicht gezögert und „ganz unaufgeregt Ja gesagt“. Von jüngeren Leuten würde ein weiblicher Kapitän ohne Vorbehalte akzeptiert, erzählt Anika Albrecht, die ältere Generation – vor allem die Männer – tue sich dagegen schon schwer mit der Tatsache, dass Frauen an Bord das Sagen haben. Die 29-Jährige grinst: „Die geben mir ständig Ratschläge, obwohl ich nicht darum gebeten habe“.

Die Fahrt nach Kristiansand und zurück sei eher ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen, berichtet Kapitän Albrecht weiter, nur in zwei Nächten wurden Windstärken von Stufe 6 bis 7 gemessen, das bescherte einigen Gastseglern die Seekrankheit. Albrecht: „Auf jeden Fall sind wir so oft wie nur möglich gesegelt, auf der Rücktour ab Helgoland sogar unter Vollzeug – bis dann doch der Wind wegblieb.“ Über Wind in den Segeln wird sich die junge Frau wohl noch oft freuen können, den richtigen Kurs in ihrem Leben hat sie bereits fest abgesteckt – manchmal auch gegen den Wind.

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