Lemwerder /Wesermarsch Nicht „Bauer sucht Frau“ sondern „Tourismus sucht Landwirt“, lautete das Motto in Lemwerder. Tina Wulf von der Touristikgemeinschaft Wesermarsch (TGW), ihre Kollegin Maike Breuker, Rita-Maria Conradt von der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer und Sabine Arndt als Vertreterin der AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande Niedersachsen hatten in die Begu eingeladen, um Interessierte, die keineswegs nur aus der Landwirtschaft kamen, über Möglichkeiten und Chancen eines Ausbaus des touristischen Angebots zu informieren.

Denn Urlaub auf dem Lande liegt im Trend und das nicht nur bei Familien mit Kindern. Auch Paare oder Gruppen im besten Alter begeistern sich zunehmend für Entschleunigung, ländliche Lebensart oder den aktiven Kurzurlaub. Die Wesermarsch erfreut sich da als größte zusammenhängende Grünlandregion Europas mit drei Radrouten, neun Melkhüs, Hofläden und vielem mehr wachsender Beliebtheit.

2,3 Millionen Übernachtungen, 1,8 Millionen Tagesgäste und ein Umsatz von 170 Millionen Euro konnten im Landkreis beispielsweise 2015 verzeichnet werden. Mit Abstand vorne liege dabei Butjadingen, ließen die Fachfrauen wissen. Doch auch im Süden der Wesermarsch sei das Potenzial längst nicht ausgeschöpft, wurde auf die vielen Chancen hingewiesen, die sich durch diesen Trend ergeben. Um sie wahrzunehmen, müssten allerdings die Angebote ausgebaut werden.

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In Zeiten schwankender Rahmenbedingungen und Milchpreise können die Feriengäste auf dem Bauernhof für Landwirtsfamilien ein zweites Standbein sein, wenn es richtig aufgezogen werde, machte Tina Wulf klar. 900 landwirtschaftliche Betriebe mit diesem Angebot gibt es schon in Niedersachsen. 225 von ihnen bestreiten bereits die Hälfte ihres Einkommens auf diese Art.

Kontakt zu Tieren, wissen, woher das Essen kommt, im Stall helfen – das kommt bei Familien gut an, die so hautnah miterleben können, wie Landwirtschaft tatsächlich funktioniert, verdeutlichte Sabine Arndt die Werbebotschaft für mehr Akzeptanz, die damit einhergehe. Bei den Älteren ohne Kinder stehe dagegen nicht der Bauernhof sondern das Ländliche im Mittelpunkt. Hier kämen beispielsweise Hofcafés mehr zum Tragen. Aber auch Bed & Box oder Urlaub mit dem Hund erfreuen sich steigender Nachfrage, hieß es weiter.

Wer sind meine Mitbewerber und welche Alleinstellungsmerkmale habe ich? Welche Genehmigungen und Versicherungen sind nötig oder welchen Preis soll ich nehmen? Das sind Rahmenbedingungen, über die Rita-Maria Conradt landwirtschaftliche Betriebe informiert.

Egal, ob Übernachtung im Heu, im Fass, im Bauwagen oder in der Ferienwohnung – wichtig sei, Menschen zu mögen, dass alles stimmig ist und den Gästen etwas geboten werde. Und neue Ideen sind immer willkommen, war das Fazit aller Referentinnen, bevor es mit persönlichen Gesprächen und munterem Ideenaustausch in Gruppen weiter ging.

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