LEMWERDER Die Gemeinde Lemwerder kauft den Ochtumhafen. Dies teilte Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann am Freitag mit. Der Kaufvertrag sei in circa 14 Tagen unter Dach und Fach. Erst dann stehe auch der endgültige Preis für den Hafen fest. Vertragspartner der Gemeinde ist das Oldenburger Liegenschaftsamt, das den Verkauf des Landeshafens abwickelt.

Laut Beckmann umfasst das Hafenareal eine Fläche von rund 6300 Quadratmetern und 2150 Quadratmeter Wasserfläche. Der Kauf ist Teil des rund 3,6 Millionen Euro teuren Aero-Mare-Projekts, das die Verbesserung der gemeindlichen Infrastruktur und die Wiederbelebung des ASL-Geländes zum Ziel hat. Lemwerder stellt hierfür circa 800 000 Euro bereit, weitere Gelder fließen vom Land bzw. aus Fördertöpfen.

Im Ochtumhafen sollen künftig Rotorblätter von A & R Rotec sowie große Bauteile für örtliche Industriebetriebe umgeschlagen werden. Eine Verbindungsstraße zum ASL-Gelände ist derzeit im Bau. Wer den Hafen letztlich betreiben wird, steht noch nicht fest. „Es laufen Gespräche mit Niedersachsen-Ports. Die kennen sich damit aus“, sagte Beckmann.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ersten Überlegungen zufolge sollen zwei Mobilkränen die Waren auf Schuten oder Binnenschiffe verladen. Vom Ochtumhafen aus geht es dann Richtung Brake, wo dann Seeschiffe die Ladung an Bord nehmen. Zur Erinnerung: Bislang erfolgt der Transport von Lemwerder nach Brake über die Straße.

Bei einer sehr positiven Entwicklung des Umschlagsvolumens seien auch stationäre Kräne vorstellbar. Beckmann: „Das ist aber Zukunftsmusik.“

Zur Ertüchtigung des Hafens wird im März ein auf Pfählen ruhender Betonbalken vor die Spundwand gesetzt, damit Schiffe die Wand nicht beschädigen. Die Kosten dafür belaufen sich laut Beckmann auf 200 000 Euro. Aufwändige Sicherheitsmaßnahmen sind, so Beckmann, nicht erforderlich, da im Ochtumhafen nur ein nationaler Umschlag geplant sei.

Als denkbar bezeichnete es der Bürgermeister, dass die Braker Firma Jan Müller – sie kooperiert bereits heute beim Rotorblätter-Umschlag mit A & R Rotec in Brake – auch im Ochtumhafen aktiv wird.

Übrigens: Die am Hafen ansässige Firma Troschke verlegt ihren Standort ein Stück weit nach Norden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.