Elsfleth Barrierefrei, modern und kundenfreundlich – so soll sich künftig der Elsflether Bahnhof präsentieren, berichtete die NWZ  im Oktober 2012. Das Planungsvorhaben, von der Deutschen Bahn auf circa 2,3 Millionen Euro beziffert, soll ab 2015/16 umgesetzt werden.

Dass der Elsflether Uwe Oden der eigentliche „Motor“ der geplanten Sanierung ist, wissen in Elsfleth nur wenige Bürger. Seit 2010 ist Uwe Oden von der Stadt Elsfleth als Beauftragter für Behinderte und Senioren bestellt worden.

Der pensionierte Kapitän machte bereits im September 2010, damals war er noch Mitglied des Elsflether Stadtrates, in einem Schreiben an die Nordwest-Bahn darauf aufmerksam, dass in Elsfleth Menschen im Rollstuhl, Rollatorbenutzer, Erwachsene mit Kinderwagen oder gehbehinderte Personen nur mit Schwierigkeiten den Zug besteigen und wieder verlassen können.

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Das Thema „Barrierefreie Bahn“ ist beileibe nicht das einzige, das dem Beauftragten für Senioren- und Behinderte unter den Nägeln brennt. Zu seinen bisherigen Aktivitäten zählte ebenfalls die Aufforderung, die Ampelgrünphase an der Kreuzung Oberrege/Hafenstraße zu verlängern. Auf seine Initiative geht auch die Gründung des überparteilichen Arbeitskreises „Gesprächsrunde Demografie“ zurück. In der Umgebung der Kaje hatte sich die Gruppe beispielsweise getroffen, um die Örtlichkeiten aus der Sicht behinderter Personen zu begutachten. In einem Rollstuhl hatten die Mitglieder der Gesprächsrunde selbst nachvollziehen können, wo es für Rollstuhlfahrer und ihre Begleitung Schwierigkeiten gibt.

Zu hohe Bordsteinkanten, mangelnde Einkaufsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer sind nur zwei von vielen Themen, die Uwe Oden in der „Gesprächsrunde Demografie“ angeschoben hat. In monatlichen Sprechstunden im Rathaus sowie in Moorriem und Sandfeld können ältere Mitbürger mit ihren Anliegen an den Behinderten- und Seniorenbeauftragten herantreten.

Uwe Oden wurde 1938 in Berlin geboren, 1969 erhielt er an der Elsflether Seefahrtschule sein A 6-Patent zum Kapitän auf großer Fahrt. Das Jahr 1982 wird der jetzt 76-jährige nie vergessen. Als Segelkapitän überführte er die „Großherzogin Elisabeth“ nach Elsfleth, ein Törn von insgesamt 2800 Seemeilen. Bereits im Jahr zuvor hatte er auf der Werft in Piräus die Instandsetzungsarbeiten der „Lissi“ überwacht. Bei der Überführung übernahm Oden im Februar 1982 das Kommando ab Malaga/Spanien. Für den Törn im stürmischen Atlantik hat Oden nur einen knappen Kommentar: „Allein sechs Tage nur in der Biscaya – das war’ne harte Überfahrt.“

1988 trat Uwe Oden in die SPD ein, von 2009 bis 2011 gehörte er dem Rat der Stadt Elsfleth an. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Fördervereins „Schwimmbad“. Erste Erfahrungen in der Seniorenarbeit sammelte der Elsflether als Vertreter der SPD 60+.

Auch künftig wird Uwe Oden nicht locker lassen, um auf Themen, die Behinderten und Senioren ein besseres Leben ermöglichen, hinzuweisen. Oden: „Angesichts des demografischen Wandels wird auch in Elsfleth die Zahl älterer Mitbürger noch weiter steigen.“

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