BURHAVE /FEDDERWARDERSIEL Die vom Vorstand beschlossene Ausbaggerung des Hafenbeckens sei eine Geldvergeudung. Der Effekt sei von nur kurzer Dauer.

von jochen eilers BURHAVE/FEDDERWARDERSIEL - Eigentlich sollte die Verschlickung vor dem Yachthafen in Fedderwardersiel kein Thema der Jahreshauptversammlung des Butjadinger Yachtclubs am Freitagabend in der Gaststätte „Butjadinger Hof“ sein. Vielmehr wollte der Vorstand Aufbruchstimmung und eine frische Brise für die kommende Saison verbreiten. Doch es kam anders, als es sich die Führungscrew der Wassersportler erhofft hatte. Gegen sie wurde im voll besetzten Saal eifrig gewettert.

Der Vorstand hatte nach intensiven Beratungen auch in der dafür gegründeten Schlickkommission beschlossen, den Yachthafen von einer Firma ausbaggern zu lassen. Doch die hohen Kosten von 32 000 Euro, die in zwei Jahresraten abgezahlt werden können, ließen den Mitgliedern keine Ruhe.

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Die Entscheidung über solch eine hohe Ausgabe müsse ein wichtiger Bestandteil der Versammlung sein und dürfe nicht erst unter dem Punkt „Verschiedenes“ abgehandelt werden, mahnten die Versammlungsteilnehmer an. Auch dürfe sich der Vorstand nicht einfach über den Kopf der Mitglieder, die diese Ausbaggerung ja schließlich in irgendeiner Weise bezahlen müssten, hinwegsetzen und solche Verträge abschließen.

Zudem sei man in den Vorjahren mit den viel günstigeren Diensten der Krabbenkutterfischer sehr zufrieden gewesen. Die Kutter hatten mit ihrem Antriebsschrauben den Schlick im Yachthafen aufgelöst, der dann aus dem Hafenbecken mittels des clubeigenen Räumbootes herausgeräumt wurde.

Die für März geplante Ausbaggerung soll dem BYC mehr Wasser verschaffen, erklärte der Vorstand. Zunächst solle mit dem eigenen Räumboot versucht werden, möglichst viel Schlick zu beseitigen. Erst dann würde die Firma mit Baggern anrücken und eine garantierte Tiefe von dann 50 Zentimetern ausbaggern. So würden zusammen vielleicht 70 Zentimeter zusammenkommen. Zudem würde durch die Baggerarbeiten auch der Sand, der sich in den vergangenen Jahren im Hafen abgelagert hat, aus dem Hafenbecken herausgenommen werden. Dies würden weder das Räumboot noch die Kutter schaffen, so der Vorstand.

Doch der überwiegende Teil der Anwesenden fürchtete, dass dieses Geld zum Fenster hinausgeworfen wird. Immerhin sei in einem Jahr eine erneute Verschlickung von 70 Zentimetern zu erwarten so dass der Räumeffekt nach einem Jahr schon wieder aufgebraucht sei.

Der frühere Ausflugsschiffkapitän Elmar Hüttenmeister wies in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass eine Rettung des Wassersports in Fedderwardersiel ohnehin nur im Zusammenhang mit der Rettung des immer weiter verlandenden Priels stehen könnte. Der BYC müsse darauf hinwirken, dass sich die Rettung der Zufahrt zum Fischerhafen auch auf die Rettung des Yachthafens auswirke, so Hüttenmeister. Wenn kein Gefälle mehr zwischen Priel und Yachthafen bestünde, sei ein Räumen und Wassersport ohnehin unmöglich. Schließlich sahen die Mitglieder aber ein, dass die Würfel bereits gefallen sind, da der Auftrag bereits unumstößlich vergeben wurde.

Kaum Veränderungen im BYC-Vorstand

Im Vorstand des 192 Mitglieder, darunter 84 aktive Wassersportler und 16 Jugendliche, zählenden Butjadinger Yachtklubs gab es kaum Veränderungen. Der 1. Vorsitzende Hansjürgen Dauda wurde ebenso wie der 2. Vorsitzende Jörg Schwandt im Amt bestätigt. Dem Vorstand gehören zudemKarl-Heinz Schmidt (1. Kassierer), Henning Dunkhase (2. Kassierer), Hartmut Garbade (1. Schriftwart), Raimund Schröder (2. Schriftwart und zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Helmut Görries (1. Hafenwart), Renke Schröder (2. Hafenwart), Dieter Logemann (Hallenwart für die neuerrichtete Halle auf dem Hafengelände), Meinert Lammers (Jugendwart), Ruth Schulz-Buchholz (Sportwartin) und Ursula Dauda (Festwartin) an. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im BYC wurden während der Jahreshauptversammlung Werner Rugalies und Dr. Peter Gatzert geehrt.

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