MOORSEE MOORSEE - Zentimeter für Zentimeter wird die erste Flügelrute aus der Fassung gezogen. In 20 Meter Höhe geben zwei Männer dem Kranführer Handzeichen. Und dann schwebt der 22 Meter lange Flügel von einem Tragegurt gehalten in der Luft. Vorsichtig manövriert ihn der Kranführer wie einen überdimensionalen Zahnstocher am Mühlengebäude vorbei und legt ihn sanft auf den Boden. Knapp eine Tonne wiegt die Stahlrute, die 19 Jahre ihren Dienst getan hat.

Die Sanierungsarbeiten an der Moorseer Mühle haben gestern begonnen. Wie die NWZ berichtete, wird der Galerieholländer für 300 000 Euro auf Vordermann gebracht. Die Flügel bekommen neue Jalousien. Dafür werden sie in den nächsten Tagen zu einer Spezialfirma ins holländische Adorp in der Nähe von Groningen gefahren. „Ein paar Tage müssen sie noch hier liegen bleiben“, sagt Jürgen Hübler vom Liegenschaftsamt des Landkreises. Der Grund: Noch fehlt die Genehmigung für den Transport mit Überlänge.

In der nächsten Woche – ein genauer Termin steht noch nicht fest – kommt in Moorsee ein noch größerer Kran zum Einsatz. Dann wird auch die Mühlenkappe abgenommen. Nach den Worten von Hübler wird sie fast komplett erneuert. Der Neubau der Kappe findet auf dem Gelände der Moorseer Mühle statt. Teilerneuert werden auch die Galerie und die Doppelwindrose. Außerdem bekommt der so genannte Achtkant – also das Gebäudeteil unter der Mühlenkappe – neue Fenster und einen neuen Belag aus Bitumen. Das Mauerwerk wird innen und außen ausgebessert, und die Getriebe werden überholt.

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Wenn das Wetter mitspielt und alles nach Plan läuft, sollen die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Auch die Mühlenflügel werden sich dann wieder drehen. Das ist seit einem Jahr nicht mehr möglich gewesen, weil sich die Mühlenkappe so stark gesetzt hatte, dass sie sich nicht mehr in den Wind stellen konnte. Auch dieses Problem soll bei den Sanierungsarbeiten beseitigt werden. Wie Hübler weiter mitteilt, ist die Reparatur auch aus Sicherheitsgründen dringend erforderlich.

Begleitet werden die Sanierungsarbeiten von Torsten Scheweling aus Marienhafe. Er ist selbst Besitzer einer Mühle und hat viele Jahre lang Erfahrungen mit ähnlichen Aufträgen wie dem in Moorsee gesammelt.

Nach den Worten von Hübler übernehmen der Landkreis und die Wesermarsch-Kommunen 20 Prozent der Kosten. Der Rest wird aus Fördermitteln des EU-Programms Leader Plus finanziert.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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