Kleinensiel Insgesamt 93 Mitarbeiter des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) haben sich im Frühsommer für die Kinder von Tschernobyl abgestrampelt. Für jeden von ihnen gab die Betriebsleitung 10 Euro und legte noch weitere 70 Euro drauf, so dass das Kraftwerk den Aufenthalt der sechs Mädchen und vier Jungen aus Wolkowysk in Weißrussland mit exakt 1000 Euro unterstützt.

Zum zweiten Mal

Am Montag überreichte der Betriebsratsvorsitzende Wilfried Müchler den 10- bis 14-Jährigen und ihren Betreuerinnen Valentina Klakevitsch und Maria Trajevskaja den symbolischen Scheck. Damit unterstützt das KKU zum zweiten Mal einen Besuch von Kindern aus der Region, die seit der Atom-Katastrophe 1986 radioaktiv belastet ist. Zusammengekommen ist das Geld bei den Aktionswochen „Mit dem Rad in die Natur“, die das KKU zum achten Mal veranstaltet hat. Weitere Begünstigte gibt es nicht.

Bei einem Besuch im Kommunikationszentrum bedankten sich die Kinder und ihre Begleiterinnen herzlich für die großzügige Spende und den freundlichen Empfang mit Kuchen, Mohrenköpfen, Eis und Saft. Ihren Dank äußerten die Kinder auch diesmal musikalisch: Der 13-jährige Aleksandr Pjatschiz und die gleichaltrige Irina Nosevitsch sangen Lieder von der Freundschaft und zu Ehren der Frauen, bei denen die übrigen Kinder sie begleiteten.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Betriebsratsvorsitzende Wilfried Müchler freute sich, dass diese Spende trotz der schwierigen Situation nach der Abschaltung des Kernkraftwerks vor fast dreieinhalb Jahren noch möglich war.

1133 Kilometer

Die Aktionswochen hatte der ehemalige KKU-Mitarbeiter Volker Burmann ins Leben gerufen. Um die Organisation kümmerten sich auch diesmal wieder Heike Frerichs, Martina Raschdorf und Jörg Gaspar. 70 Teilnehmer legten vom 16. Juni bis zum 11. Juli jeweils mehr als 150 Kilometer zurück, die übrigen 23 blieben unter dieser Marke, ab der die Betriebsleitung drei Preise im Wert von je 50 Euro verlost. 17 Teilnehmer hatten sogar zwischen 350 und 700 Kilometer zurückgelegt.

Die mit Abstand meisten Kilometer sammelte aber der Mitarbeiter Edgar Pahl aus Brake: 1133.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.