Brake In der Biogasanlage in Käseburg auf dem Gelände der Mülldeponie läuft es immer noch nicht planmäßig. Mit den Stimmen von SPD, FDP und den Grünen hatte der Stadtrat den Weg für das Projekt frei gemacht, mit den Bauarbeiten war 2010 begonnen worden. Die Produktion von Kompost sorgt aber nach wie vor für Probleme (die NWZ  berichtete).

Varianten zur Optimierung der Nachrotte, die beim Gärprozess anfällt, stellte nun Gregor Altepost von der Ingenieurgesellschaft für Industriebau, Wasser- und Abfallwirtschaft (IWA) mit Sitz in Münster bei der Sitzung des Betriebsausschusses Abfallwirtschaft am Mittwoch im Kreishaus vor. Die Gesellschaft für integrierte Abfallbehandlung und Beseitigung Wesermarsch (GIB) betreibt seit Mitte 2012 die Vergärung von Bioabfällen zur Gewinnung von Kompost, elektrischer Energie und Wärme.

Gregor Altepost erläuterte in seinem Abschlussbericht fünf Varianten bezogen auf eine Jahresmenge von 7600 Tonnen Gärrest: von der mechanischen Entwässerung mit anschließender Kompostierung in Käseburg (1a), der Entwässerung mit externer Vergärung in Rodenkirchen (offene Nachrottehalle, 1b), der sogenannten Tunnelkompostierung mit anschließender Nachreife (2), über das in Käseburg zurzeit vorgenommene Mulchverfahren (3) bis hin zur Belüftung der Gärresthaufen mittels Schlauchsystem (4) in Zusammenarbeit mit der Firma Grube. Ein diesbezüglicher Versuch zur Ertüchtigung der Nachrotte war Ende des Jahres 2015 vorgenommen worden (die NWZ  berichtete). Nicht alle planerischen Randbedingungen zu den einzelnen Varianten der Kompostierung hätten geklärt werden können, so Gregor Altepost. Die Nachrotte sei so zu ertüchtigen, dass man verwertbaren Kompost erstellen kann, merkte er an.

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Der Vorsitzende des Betriebsausschusses Hans-Dieter Beck (CDU) sagte, dass die CDU-Fraktion einen größeren Versuch zur Schlauchsystem-Variante befürworte. Bei der GIB-Gesellschafterversammlung sollte empfohlen werden, das Schlauchsystem-Verfahren in der gesamten Nachrottehalle in Käseburg zu prüfen. Dem stimmten die Ausschuss-Mitglieder zu.

Von den jährlichen Betriebskosten her zeigten sich in den Varianten erhebliche Unterschiede, von jährlich 444 000 Euro (Variante 1a) und 344 000 Euro (1b), über 479 000 Euro (2) und 408 000 Euro (3) bis hin zu 384 000 Euro für die Variante 4. Von der Bewertung her lag die Variante 4 vorn. Gute Resultate gab es bei der Erzeugung von Kompost, bei der Hygienisierung, der Rottedauer sowie beim Investitionsbedarf. Lediglich die Arbeitplatzbedingungen führten laut Gregor Altepost zu einem Manko. Der Aufbau der Schläuche müsse unter Einsatz von Schutzausrüstung durch einen Mitarbeiter erfolgen.

Dass auf den Transport nach Rodenkirchen verzichtet werden müsste, merkte Birgitt von Thülen an (Unabhängige Wählergemeinschaft Wesermarsch). Die Kompostierung müsse am Standort in Käseburg gemacht werden, betonte Hans-Dieter Beck.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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