Rodenkirchen /Wesermarsch Wer ein gutes Stück Fleisch zu schätzen weiß, freut sich auf die nächsten vier Wochen ganz besonders. Denn ab Sonntag finden in der Wesermarsch und im Jeverland wieder die Ochsenwochen statt. Diesmal wird das Fleisch von mehr als 30 Tieren auf den Tellern der Feinschmecker landen, schätzt der Ochsenzüchter Folkert Folkens aus Abbehausergroden.

Bis zum 11. November

Die meisten Tiere stammen von seinen Weiden, als zweite Ochsenzüchterin ist Birgit Büsing aus Schmalenfleth dabei. Im vergangenen Jahr waren es noch drei Züchter gewesen, die sich an der Marketing-Aktion beteiligen. Die Zahl der Fleischereien, die mitmachen. ist von vier auf drei gesunken, dafür stieg die Zahl der beteiligten Restaurants von 12 auf 14. Neu ist auch, dass alle beteiligten Unternehmen aus der Wesermarsch kommen – mit dem Landhotel Nakuk in Horumersiel als einziger Ausnahme. In den vergangenen Jahren machten auch Betriebe aus der Stadt Oldenburg mit.

Dem Appetit auf Ochsenfleisch tut das aber keinen Abbruch, ist Torsten Wiese überzeugt. Der Fleischermeister aus Schwei ist der Erste Vorsitzende des Vereins Pro Region Wesermarsch, der die Ochsenwochen veranstaltet. Sie dauern wie immer vom 11. Oktober bis zum 11. November. Auftakt ist, wie in jedem Jahr, das Eröffnungsbuffet in der Markthalle Rodenkirchen an diesem Sonntag schon ab 18 Uhr. Deren Pächter Gerfried Hülsmann rechnet wieder mit 220 Gästen. Unter Telefon 04732/9 29 90 nimmt er Anmeldungen an. Zur Unterhaltung singt der Shantychor Loxstedt.

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Ochsenfleisch ist besonders zart und saftig und überzeugt mit einem herzhaften Aroma. Das liegt an seinen feinen Fleischfasern und der Marmorierung, erläutert Torsten Wiese. Und diese Vorzüge sind wiederum auf den extensive Aufzucht der Tiere zurückzuführen. „Es ist keine Mast“, betont der Züchter Folkert Folkens. Während junge Bullen in 18 Monaten zur Schlachtreife gefüttert werden, dürfen ihre kastrierten Artgenossen 30 bis 36 Monate unter den Lebenden weilen, ehe sie den Schlachter kennenlernen. „Sie fressen nur Gras und bekommen kein Zusatzfutter, kein Soja und keinen genmanipulierten Mais“, erläutert Detlef Lohse, der bei Masterrind in Rodenkirchen für den Verkauf von Schlachtrindern zuständig ist.

Nur im Herbst

„Wenn die Ochsen im Sommer auf den Weiden sind, nehmen sie jeden Tag anderthalb Kilogramm zu“, ergänzt Folkert Folkens, „im Winter füttern wir im Stall auf Erhaltung.“ So kommt es, dass der Ochse aus der Wesermarsch ein saisonales Erzeugnis ist, das nur im Herbst angeboten werden kann und deshalb für die Fleischindustrie uninteressant ist.

Detlef Lohse schätzt die Zahl der Ochsen in der Wesermarsch auf 1000 – das ist ein Prozent des Rindviehs im Landkreis.


     www.proregion.info 
Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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