Brake Der Hammelwarder Wasserturm hat sich auch in diesem Winter wieder als Sorgenkind erwiesen – und als Gefahrenquelle für die Anwohner. Am Donnerstag waren im Stadtsüden erneut Fassadenkletterer im Einsatz. Martin Wenderoth, der in Nordrhein-Westfalen lebende Eigentümer des Bauwerks, hatte sie beauftragt.

Mitte Januar hatte Nicole Buntrock, die in der Lessing-straße in direkter Nachbarschaft des alten Wasserturms wohnt, beklagt, dass sich aus der Fassade des maroden Bauwerks wieder Gesteinstrümmer gelöst hatten und in ihren Garten gefallen waren (NWZ  berichtete). Die Anwohnerin hatte gefordert, dass endlich etwas passiert. Denn das Problem, dass Trümmer vom Wasserturm in die Nachbargärten stürzen, besteht bereits seit vielen Jahren.

Inzwischen ist tatsächlich etwas passiert. Sascha Thiem und Christian Hagedorn von der unter anderem in Bremen ansässigen Spezialfirma „Robe Access Solutions“ haben am Donnerstag den Turm bestiegen, um in 50 Metern Höhe am obersten Segment des Bauwerks zu klettern. Wie Sascha Thiem auf NWZ -Nachfrage berichtet, hatte seine Firma von Wenderoth den Auftrag erhalten, das Netz, mit dem der Eigentümer die Turmspitze im November 2011 hatte sichern lassen, zu flicken. Stürme hatten Löcher in die Haube gerissen. Die sind nach dem Einsatz der Fassadenkletterer nun repariert.

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Die Experten unterzogen zudem das obere Turmsegment einer Inspektion. Ihre Ergebnisse werden sie Wenderoth in der kommenden Woche mitteilen. Ob dann weitere Maßnahmen erforderlich sind, bleibt abzuwarten. Der Zustand des in den Jahren 1927 und 1928 errichteten Wasserturms dürfte sich jedenfalls kaum verbessert haben, wie auch die Anlieger vermuten.

Mögliche Investoren, die das Hammelwarder Wahrzeichen sanieren und für eine neue Nutzung wieder herrichten, sind derweil weit und breit nicht in Sicht. Das hatte Wenderoth bereits Mitte Januar gesagt, nachdem Anwohnerin Nicole Buntrock erneut die NWZ  eingeschaltet und Alarm geschlagen hatte.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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