Rodenkirchen Mit Kerstin Semken steht eine neue Beraterin beim Beratungsring Wesermarsch in den Startlöchern. Sie wird im Sommer ihre Ausbildung beenden und kann dann als Ringleiterin für die Betriebe tätig werden. Dies kündigte Berater Torsten Schomborg während der Jahreshauptversammlung in der Markthalle in seinem Geschäftsbericht an.

Derzeit betreuen die beiden Ringleiter Torsten Schomborg und Steffen Habben insgesamt 210 Betriebe, was eine enorme Arbeitsleistung erfordert. Neu als Verwaltungskraft wurde auch Wiebke Folkens aus Strückhausen eingestellt.

Probleme im Herbst

Im Herbst seien unerwartete Probleme auf vielen Betrieben aufgetaucht, die durch schnelles Wachstum, mangelndes Management oder Familienangelegenheiten hervorgerufen wurden. Hier mussten die Berater Prioritäten setzen und die Routinearbeiten etwas zurückstellen, erklärte Schomborg.

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Er kritisierte auch die politischen Vorgaben für die Landwirte, die häufig fachlich unbegründet seien. Bestandsgrößen mit 114 Kühen seien nötig, um ein ausreichendes Einkommen für die Familien erwirtschaften zu können. Dies habe noch nichts mit der oft zitierten industriellen Landwirtschaft oder Megaställen zu tun.

In seinem Fazit betonte Schomborg, dass es in Zukunft mehr Schwankungen am Markt geben werde und bremste die Einschätzung, dass nur in der Größe eines Betriebes die Zukunft liegen werde. Gutes Management könne hier viel kompensieren, bei zu kleinen Einheiten fehle es den Erzeugern aber am notwendigen Umsatz, sagte der Ringleiter. Es steckten viele Chancen in der Milchproduktion. „Optimismus und Motivation sind für die Zukunft angesagt und dürfen nicht von außen zerstört werden“, betonte Schomborg.

Milchleistung stagniert

Über die Betriebzweigauswertung Milchkuh referierte Kerstin Semken, die sich nach ihrer Ausbildung genau diesem Aufgabenfeld verstärkt widmen wird. Es gelte Stärken und Schwächen in den Betrieben aufzudecken, um die Kapitalbeschaffung und betriebliche Planungen besser einleiten zu können. Im Hinblick auf die Zahlen der zurückliegenden Jahre stagniere die Milchleistung der Kühe bei rund 8000 Kilogramm je Kuh und Jahr, während die Futterkosten anstiegen und die Grundfutterleistung rückläufig war. Die Betriebe mit höheren Milchleistungen und höheren Grundfutterleistungen konnten eine höhere direktkostenfreie Leistung je Kuh erzielen. Deshalb sei die Bedeutung und der Nutzen einer hohen Grundfutterleistung zu beachten.

Über die Bedeutung des Silomais in der Fütterung berichtete Ringleiter Steffen Habben. Die Maisfütterung der Milchkühe bringe Vorteile bei der Leistung und in der Nährstoffbilanz bezüglich des Stickstoffes, so Habben. Lagerschaden richte dagegen einen ökonomischen Schaden an, den es zu vermeiden gelte.

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