Jade Hannah weiß wie das Leben auf dem Land in den 1950er Jahren war. Schwer und entbehrungsreich. Zumal wenn das Land mitten im Moor liegt.

Damit auch die heutige Generation davon erfährt, berichtet Hannah es allen, die es hören wollen. Zumindest all denen, die den Weg zum „sprechenden Brunnen“ im Bollenhagener Moorwald finden.

Hanna heißt im wirklichen Leben Elke Moorbeck-Böse. Die Schauspielerin der Niederdeutschen Bühne Brake ist nicht nur bei Theaterwanderungen durch das größte Waldgebiet der Wesermarsch aktiv. Sie hat – unterstützt von der Musikschule Wesermarsch und einem Profi-Musiker – nun auch der neuesten Attraktion des Erholungsgebietes ihre Stimme geliehen: dem „sprechenden Brunnen“. Der ist über einen Fußweg nördlich der Straße „An der Dornebbe“ und eine Brücke über den gleichnamigen Bach zu erreichen. Nach einem kurzen Druck auf den Knopf berichtet Hannah vom Landleben, eine Infotafel gibt in sechs Schritten dazu Erläuterungen und zeigt Bilder aus der Zeit.

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Der „sprechende Brunnen“ ist das neueste Projekt im Bollenhagener Moorwald. Ermöglicht wurde es durch die finanzielle Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (insgesamt 20 400 Euro) und der Landessparkasse zu Oldenburg (1600 Euro) für die Umweltbildung. Also ließen auch Bingo-Botschafterin Angelika Brunkhorst und der stellvertretende LzO-Regionaldirektor Andreas Vollert es sich nicht nehmen, der Geschichte zu lauschen.

Mit dabei an diesem Nachmittag ist neben vielen Ehrenamtlichen, Unterstützern und Ideengebern auch Harry Rüthemann. Auch er weiß, wie das Landleben in den 1950er war. Wo heute der Brunnen steht, lebte er einst auf einem Hof – bis 1970 ein Blitzeinschlag zum Feuer führte und es für das Gebäude mit Reetdach keine Rettung mehr gab.

Seit einigen Jahren läuft die Entwicklung des Erholungsgebietes. Alte Eichen-Birken-Wälder wurden durch Aufforstungen ergänzt, andernorts wurde Platz für Feuchtwiesen geschaffen. Auf Vermittlung der Flächenagentur des Landkreises Wesermarsch hatte die Stadt Wilhelmshaven zwischen Südbollenhagen und Mentzhausen in der Gemeinde Jade fast 140 Hektar Ausgleichsflächen für Gewerbeansiedlungen am Jade-Weser-Port gekauft. Große Teile der ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden mit standortgerechten Gehölzen aufgeforstet.

Ergänzt wurde und wird der Wald durch Projekte der Umweltbildung. So sind Bohlenweg, Baumkronenturm und Bollwerk entstanden, weitere Ideen sollen bis Ende 2018 umgesetzt werden. So ist im Baumkronenturm die Darstellung des Gas- und Wassertransports in einem Eichenstamm geplant, in dessen Umfeld die Errichtung weiterer Infotafeln zu chemisch-physikalischen Prozessen von der Wurzel bis zum Blatt.


Sehen Sie ein Video vom sprechenden Brunnen unter   www.nwzonline.de 
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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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