Frage: Frau Korter, wie fällt Ihre Bilanz von 2017 aus?

Ina Korter: Sie fällt sehr positiv aus. Ich freue mich darüber, wie sich die Gemeinde weiterentwickelt hat, und bin stolz darauf, wie viel wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit Rat und Verwaltung auf den Weg bringen konnten.

Frage: Hinsichtlich der Umsetzung allerdings erst mit reichlich Verspätung.

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Ina Korter: Da die Kommunalaufsicht unseren Haushaltsplan für 2017 erst genehmigt hatte, nachdem der Gemeinderat eine Anhebung der Grundsteuern sowie der Gewerbesteuer beschlossen hatte, konnten wir nicht vor dem Sommer mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen beginnen...

Frage: ...und dann waren zum Teil ja auch noch Ausschreibungen erforderlich.

Ina Korter: Richtig. So dauert es bei einer Kommune dann mit der Umsetzung einfach länger als bei einem privaten Bauvorhaben.

Frage: In der zweiten Jahreshälfte ging es dafür Schlag auf Schlag. Welche begonnenen oder schon vollendeten Maßnahmen waren für Sie die wichtigsten?

Ina Korter: Da würde ich jetzt gar nicht unbedingt eine Wertung vornehmen wollen. Um aber doch mal ein Beispiel herauszugreifen, nenne ich die Grundschule in Burhave. Sie ist ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde. Nach dem Einbau der neuen Toiletten im Sommer 2016 konnte wir in den Herbstferien 2017 den zweiten Sanierungsstepp angehen – er bestand aus der Erneuerung des Flachdachs.

Frage: Dieses Jahr soll es weitergehen mit der Grundschule.

Ina Korter: Wir warten auf die Baugenehmigung. Dann folgen die weitere energetische Sanierung und die Anpassung an den Raumbedarf, den Inklusion und eventuell später einmal auch ein Ganztagsbetrieb mit sich bringen.

Frage: Energetische Sanierungen haben auch an anderen Orten in Butjadingen stattgefunden. Und es sind weitere Maßnahmen geplant. Welche?

Ina Korter: Wir haben endlich die Heizungsanlage der Tossenser Turnhalle ausgetauscht und rechnen nun mit einer erheblichen Energieeinsparung. In diesem Jahr wollen wir uns um eine neue Decke und möglichst eine LED-Beleuchtung für die Halle kümmern. Um die Einsparung von Stromkosten geht es auch bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. In Waddens und Eckwarden sowie in Sillens und Langwarden haben wir bereits die Leuchtmittel ausgetauscht, die anderen Ortschaften werden nach und nach folgen.

Frage: Was waren für Sie die besten Nachrichten des Jahres 2017?

Ina Korter: Ich hab mich sehr darüber gefreut, dass zwei Butjadinger Orte an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen haben und dass Waddens sogar zu den Preisträgern gehört. Viele gute Nachrichten gab es auch aus Fedderwardersiel: Am Nationalparkhaus haben wir mit dem Einbau des Fahrstuhls und der Schaffung eines barrierefreien Eingangsbereichs begonnen – es freut mich, dass die Gemeinde dabei fast 85 Prozent der Kosten aus Fördermitteln bestreiten kann. Nun bin ich sehr gespannt auf die neue Dauerausstellung im Museum. Weitere gute Nachrichten aus Fedderwardersiel sind, dass durch die Reederei Cassen Eils der Weiterbetrieb der „Wega II“ sichergestellt ist, dass der Radweg bis Brückenhof fertig ist und dass es bald ein neues gastronomisches Angebot im früheren Betriebsgebäude der Fischereigenossenschaft geben soll.

Frage: Positive Nachrichten gab es aber auch aus den anderen Dörfer.

Ina Korter: Ja, sicher. Wir haben in Burhave den Kunstrasenplatz saniert, in Tossens ist endlich eine Lösung für das Neubaugebiet Zum Groden gefunden, in Stollhamm haben sich Käufer für das Huus an’n Siel gefunden, und in Eckwarderhörne konnte das sanierte und mit einer zusätzlichen Aussichtsplattform ausgerüstete Leuchtfeuer eingeweiht werden. Die gesamte Gemeinde profitiert von dem neuen Vertrag mit den Kirchengemeinden über die Kindertagesstätten und von der Verlängerung des Vertrags über den Schulbetrieb an der Zinzendorfschule. Das sind für Butjadingen alles tolle Entwicklungen.

Frage: Nicht zu vergessen die Verlängerung des Zwei-Stunden-Takts der Buslinie 408...

Ina Korter: ...den Urlauber mit ihrer Gästekarte zudem umsonst nutzen können. 2017 haben bereits mehr als 5000 Gäste dieses Angebots wahrgenommen. Das ist ebenso ein Bestandteil unseres Klimaschutzkonzepts wie der weitere Ausbau der Elektromobilität. Die Gemeinde plant, eine Ladesäule beim Rathaus zu errichten. Außerdem hoffen wir, dass wir auch künftig ein Elektroauto als Dienstwagen nutzen können.

Frage: Was sind Ihrer Meinung nach die drängendsten Aufgaben für das neue Jahr?

Ina Korter: Über die Grundschule, das Nationalparkhaus und den Endausbau im Baugebiet Zum Groden haben wir ja schon gesprochen. Wichtige Themen für das neue Jahr sind auch der Breitbandausbau für schnelleres Internet, weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung und natürlich eine schrittweise Verbesserungen der Wirtschaftswege. Wir müssen außerdem möglichst bald die Herausforderungen im Rathaus angehen, nämlich ausreichend Platz für die Beschäftigten und unser Archiv zu schaffen, die Räumlichkeiten noch dienstleistungsorientierter zu gestalten, Barrierefreiheit herzustellen und auch hier energetische Sanierungen vorzunehmen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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