NORDENHAM NORDENHAM - Der Impfstoff gegen Grippe ist zurzeit Mangelware in Nordenham. „Ich hatte 1000 Ampullen bestellt, jedoch nur 300 erhalten“, sagt Norbert Schulz von der Stadt-Apotheke. Innerhalb von zwei Tagen sei der Vorrat verbraucht worden. Und auch Dr. Ivan Klima von der Friesen-Apotheke kann den Arztpraxen kein Serum mehr liefern. Seine 300 Präparate sind bereits verbraucht. Beide Apotheker geben indes Entwarnung. Es bestehe kein Grund zur Sorge. In der kommenden Woche sei mit neuen Lieferungen zu rechnen. Es sei dann immer noch genügend Zeit, sich gegen die Grippe impfen zu lassen.

Das sicherste Mittel gegen eine Grippe ist die Impfung, die im Oktober und November erfolgen sollte. Der Impfschutz ist nach den Worten von Norbert Schulz nach etwa zehn Tagen ausgeprägt und bleibt mehrere Monate wirksam. Die meisten Grippe-Erkrankungen treten zwischen Dezember und April auf. Da sich das Grippevirus jede Saison verändert, muss der Impfschutz nach den Worten von Norbert Schulz jährlich erneuert werden. Eine Bevorratung macht laut Ivan Klima daher keinen Sinn: Der Impfstoff vom letzten Jahr sei nicht geeignet und müsse entsorgt werden.

Welcher Impfstoff gegen eine Grippe erfolgreich eingesetzt werden kann, bestimmt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) normalerweise zu Beginn eines jeden Jahres. Die WHO sagt vorher, welche Grippestämme erwartet werden. Dabei wird die Zusammensetzung des Impfstoffes neu bestimmt, um auf die regelmäßigen Veränderungen der Viren zu reagieren. Diesmal habe die Gesundheitsorganisation – aus welchen Gründen auch immer – zu spät entschieden, sagt Norbert Schulz. Die Vorlaufzeit bei den Pharmakonzernen verringerte sich, so dass sie später als sonst mit der Produktion des Impfstoffes beginnen konnten. Die Herstellung der Seren nimmt laut Ivan Klima gut drei Monate in Anspruch. Das Serum lasse sich nicht einfach nachproduzieren, so der Apotheker.

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Bevor die Firmen die Grippeimpfstoffe ausliefern können, werden die Substanzen noch einmal kontrolliert. Das Paul-Ehrlich-Institut (Bundesamt für Sera und Impfstoffe) überprüft jede Impfstoff-Charge und gibt sie erst dann zur Anwendung frei. Die Hauptproduzenten der Grundsubstanzen befinden sich in den USA, die kleinere Kontingente liefern konnten. Nur Ärzte dürfen die 0,5 Milliliter Impfstoff verabreichen.

Es besteht nach den Worten von Norbert Schulz keine Eile. Die erwartete Grippewelle sei noch nicht einmal in Asien ausgebrochen. Es dauerte ohnehin mehrere Wochen, ehe die Grippe dann auch Deutschland erreiche. Die Zeit für einen Grippeschutz sei auch im November noch völlig ausreichend.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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