Berne /Bremen Schiffbau in der südlichen Wesermarsch hat seit Jahren schon einen echten Promi-Faktor. Doch während sich die Besitzer der luxuriösen Yachten, die in schöner Regelmäßigkeit insbesondere auf den Werften in Lemwerder entstehen, den öffentlichen Auftritt eher scheuen, geben sich bekannte Personen auf der Fassmer-Werft in Motzen fast schon die sprichwörtliche Klinke in die Hand – und dabei wollen sie größtmögliche Aufmerksamkeit erzielen.

Nun fand die Taufe des Seenotrettungskreuzers „Berlin“ durch Schauspielerin Meret Becker am Sonnabend in der Bremer Neustadt und nicht in der Wesermarsch statt, aber ein Stück des medialen Glanzes leuchtete bis Berne. Bekanntlich wurde das 28-Meter-Boot auf der Fassmer-Werft gebaut.

Ende November aber war beispielsweise der Bremer Eiswettschneider alias Peter Lüchinger in der Wesermarsch, um ein Seenotrettungsboot (das ist die kleinere Ausgabe eines Seenotrettungskreuzers) auf Kiel zu legen, im Mai war Schauspieler Markus Knüfken aus demselben Grund in Motzen und im Frühjahr 2015 weilten Vertreter aus Politik und Verwaltung der Gemeinde Helgoland auf dem Werftgelände, um sich über den Baufortschritt der Ende 2015 in Dienst gestellten neuen Helgolandfähre zu informieren. Auch bekannte Sportlerinnen waren bereits auf der Werft.

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Abgesehen vom Fährneubau, der aufgrund seines innovativen Flüssiggasantriebes über die Branche hinaus für Aufsehen gesorgt hat, ist der „Dauerpartner“ der Fassmer-Werft, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit Sitz in Bremen, „Schuld“ am regelmäßigen Promi-Auflauf. Denn die Gesellschaft lässt seit vielen Jahren schon ihre Schiffe nicht nur, aber immer öfter bei Fassmer bauen. Und da die Gesellschaft ihre millionenschweren Neubauten ausschließlich über Spenden finanziert, sind bekannte Gesichter und Persönlichkeiten eine nette „Beigabe“, um den Aufmerksamkeitswert – und damit die Spendenbereitschaft – zu erhöhen.

Im aktuellen Fall, dem Seenotrettungskreuzer „Berlin“, sind die DGzRS-Organisatoren nicht von ungefähr auf Meret Becker als Taufpatin gekommen: Die 47-Jährige stammt gebürtig aus Bremen und ihr Stiefvater war der 2013 verstorbene Seenotretter-„Bootschafter“ Otto Sander. Inzwischen wohnt die Schauspielerin in Berlin. Mehr Verbindung zum Schiff geht fast nicht.

Der Seenotrettungskreuzer „Berlin“ ist das zweite Schiff in dieser Klasse, es ist 4000 PS stark, schafft damit 24 Knoten (etwa 45 Kilometer pro Stunde) und hat zwei Meter Tiefgang. Das erste Schiff der 28-Meter-Klasse wurde zum 150-jährigen Bestehen der Seenotretter Ende Mai 2015 auf den Namen „Ernst Meier-Hedde“ getauft und auf Amrum stationiert. Die „Berlin“ wird ab Mitte Januar 2017 von Laboe aus starten. Der dritte Neubau ist bei Fassmer bereits im Bau. Er ist für die Station Cuxhaven an der Elbmündung vorgesehen und soll im Frühjahr 2017 in Dienst gestellt werden.

Bis Ende 2017 entstehen auf der Werft auch drei neue Seenotrettungsboote der 10-Meter-Klasse. Sie sind für Freiwilligenstationen an Nord- und Ostsee bestimmt.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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