BRAKE Pünktlichkeit und Entschlussfreude waren am Sonnabendvormittag wichtig, wenn man für wenig Geld beispielsweise ein gutes Fahrrad ergattern wollte. Denn wenn sich das Tor zur Halle des Braker Bauhofs öffnet, bleibt nicht viel Zeit zum Überlegen, sonst sind die besten Stücke vergeben.

Einmal jährlich werden die nicht abgeholten Gegenstände, die sich im Fundbüro angesammelt haben, verkauft. Rund 60 Drahtesel zwischen einem und 50 Euro waren dieses Mal neben vielen anderen Gebrauchsgegenständen im Angebot, darunter ein Fleischwolf und ein Stromaggregat, das aus einem Siel gefischt wurde.

„Besonders beliebt sind momentan Hollandräder“, weiß Bauhofleiter Hans- Georg Müller. Für die Funktionstüchtigkeit wird allerdings bei keinem der angebotenen Dinge, zu denen auch Uhren, Ringe, Taschen mit und ohne Inhalt, Stühle oder eine Kinderkarre gehörten, garantiert.

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Sigrid Allmers kam mit ihren drei Kindern. Ihrem Sohn Dennis wurde kürzlich das sehr teure Fahrrad gestohlen – nun entschied sich der Zwölfjährige für ein Hollandrad. Fündig wurde auch seine Schwester Monika, und für den nicht anwesenden Vater wurde gleich noch ein Herrenrad mit ausgesucht. „Die teureren Räder sind wirklich gut. In die günstigen Modelle muss man dagegen oft viel Geld investieren, um sie straßentauglich zu machen“, berichtete Sigrid Allmers ihre Erfahrungen.

Swetlana Wagner wurde das auf dem Hof angeschlossene Fahrrad ebenfalls gestohlen. Schnell fand sie in der Bauhofhalle nun günstigen Ersatz. Sie war sich sicher, dass die kleinen Mängel, die das ausgewählte Gefährt aufwies, schnell von ihrem handwerklich begabten Vater behoben werden können.

Bevor die Fahrräder in den Verkauf gegangen sind, bestimmte ein Fachmann den Wert. An diesem festgelegten Preis gab es für die Käufer nichts zu handeln. Auch der Schmuck wurde zuvor begutachtet und preislich eingestuft. „Das ist wichtig, denn gerade hier kann man sich schnell vertun“, sagte Dagmar Köhne, die beim Braker Fundamt arbeitet und an diesem Tag neben Bauhofmitarbeiter Uwe Janssen an der Kasse saß. Alle Einnahmen fließen in die Stadtkasse.

Nach einer knappen halben Stunde war der Ansturm schon wieder vorbei. Aber weder der Fleischwolf noch der Kinderwagen fanden Interessenten, genauso wenig wie drei Holzstühle, die nur einen Euro kosten sollten. Auch viele Kinderräder sind unbeachtet geblieben. Weggeschmissen werden diese Überbleibsel jedoch nicht. „Alles, was noch in gutem Zustand ist, wird nun gespendet“, erklärte Dagmar Köhne.

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