Brake Sie fahren hinaus zu Unfällen, kümmern sich um Verkehrsopfer und deren Verwandte oder betreuen die Hinterbliebenen von Verstorbenen möglichst noch im häuslichen Umfeld, und das alles ehrenamtlich. Die Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams (KIT) Wesermarsch werden gerufen, um im Stillen dazusein für Menschen in der Not.

So dankbar man den Helfern des Kriseninterventionsteam ist und so wertgeschätzt die Arbeit auch wird, mangelt es doch an Fördergeldern. „Wir benötigen jährlich 15 000 Euro, um unsere Arbeit aufrechtzuerhalten“, sagte KIT-Leiter Thomas Wulf. Er freute sich über eine Spende von 1000 Euro, die Christiane Thürlings, Rieke Wiesensee und Gérard Rünzi von der Bürgerstiftung Wesermarsch und Christina Gallimore von der Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd überreichten.

Hilfe für Bedürftige

Die Bürgerstiftung Wesermarsch fördert laut Satzung unter anderem gemeinnützige Projekte, die der Hilfe für Bedürftige dienen. Und das Kriseninterventionsteam Wesermarsch ist auf jede Hilfe angewiesen. „Ich weiß, wie das Kriseninterventionsteam ums Überleben kämpft“, betonte Gérard Rünzi. Er sei daher froh, dass der Spendenantrag schnell bearbeitet worden sei. Er ärgere sich darüber, dass KIT nicht die Anerkennung findet, die dem Team eigentlich gebührt.

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Das KIT-Team wird von Einsatzkräften oder der Polizei gerufen. „Wir versorgen Menschen bei einem akuten Notfall“, berichtete Thomas Wulf bei der Scheckübergabe in den KIT-Räumen an der Langen Straße in Brake. Er merkte an, dass die Ehrenamtlichen im Jahr 2014 zu 58 und ein Jahr später zu 55 Einsätzen gerufen worden seien. In diesem Jahr sei man schon fünfmal um Hilfe gerufen worden. Im Schnitt würde jede Woche ein Einsatz stattfinden, zu dem in der Regel zwei Mitarbeiter ausrückten.

„Wenn wir zum Einsatzort kommen, kennen wir meist niemanden“, schilderte Thomas Wulf. Bei einem Todesfall würde man eine würdige Verabschiedung initiieren. „Schmerz und Trauer bleiben immer, das Leben geht weiter“, betonte er. Ein zweiter Termin, um betroffene Angehörige zu betreuen, sei nicht vorgesehen.

Zwölf aktive Mitglieder

Uta Hagemoser gehört seit April 2015 zum KIT-Team, das aus zwölf aktiven und 38 passiven Mitgliedern besteht. „Wir betreuen die Betroffenen und tragen die Trauer mit“, sagte sie. Dieses Mitgefühl würde vielen Leuten helfen. Man benötige dazu Einfühlungsvermögen, nicht jeder Mensch könne das leisten.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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