MOORSEE MOORSEE - Etwas kopflos sieht sie schon aus, die Moorseer Mühle. Nachdem der Galerieholländer in der vergangenen Woche seine Flügel eingebüßt hatte, wurde ihm gestern mit Hilfe eines 200-Tonnen-Autokrans die Kappe abgenommen. Wie die NWZ berichtete, wird die Moorseer Mühle für 300 000 Euro saniert. Die Flügel sind bereits nach Holland gebracht worden und werden dort teilerneuert. Die Mühlenkappe wird in der Werkstatt der Firma Möller in Melle nachgebaut.

Den Besuchern des Mühlenmuseums bietet sich gestern Vormittag ein spektakulärer Anblick. Der mächtige Kran, den die Mühlenbauer aus Bremerhaven angefordert haben, hebt die 14 Tonnen schwere Kappe scheinbar mühelos an. An den Sturmbalken haben die Handwerker vier Schlaufen angebracht, dort werden die Haken des Krans befestigt. Pünktlich zum Beginn des Manövers verziehen sich die Wolken, aus denen es zuvor noch Hunde und Katzen geregnet hatte. Und dann schwebt die Kappe mit ihrer Doppelwindrose in der Luft. Damit der Kran mit der schweren Last an den Haken nicht nach vorne fällt, hat der Kranfahrer vorher 44 Tonnen Gegengewicht hinter dem Führerhaus abgeladen. Vorsichtig setzt der Kranfahrer die Mühlenkappe neben der Mühle ab.

Es ist unübersehbar: Der Zahn der Zeit hat an einigen Holzbalken schon heftig genagt. Andere Teile, wie zum Beispiel die Dachkonstruktion und die schwere Welle, die alleine mindestens vier Tonnen wiegt, sind noch so gut erhalten, dass sie wieder in die Mühlenkappe eingebaut werden können. Die Kappe soll nach den Sanierungsarbeiten so aussehen wie bisher. Während an der neuen Kappe gearbeitet wird, soll eine provisorische Überdachung verhindern, dass es in den Achtkant der Mühle hineinregnet.

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Den Zuschlag für diese Arbeiten hat die Firma Möller aus Melle bei Osnabrück bekommen. Deren Chef Gert Möller, der gestern mit seinem Mitarbeiter Ingo Mersch an der Mühle war, hat bereits eine Zeichnung für den Nachbau angefertigt. Der Tischlermeister hat sich auf die Sanierung von Windmühlen spezialisiert und bereits 20 Jahre Erfahrung mit dieser Arbeit. Jürgen Hübler vom Liegenschaftsamt des Landkreises geht davon aus, dass die gesamten Sanierungsarbeiten im Dezember abgeschlossen sein werden, wenn das Wetter mitspielt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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