Rodenkirchen Der Beratungsring Wesermarsch blickt auf ein unruhiges Jahr 2013 zurück. Das erläuterte der Vorsitzende Arend Wichmann während der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend in der Markthalle. Denn wegen eines Personalwechsels musste die Beratung auf den Betrieben zeitweise sehr zurückgefahren werden.

Hans Witbaard, ein erfahrener Ringleiter, wurde entlassen, weil die Teamarbeit nicht mehr funktioniert habe. Der Vorstand sei überzeugt, das Richtige getan zu haben und blicke nun positiv in die Zukunft. Die Mitglieder lernten auch gleich die Nachfolgerin kennen: die 25-jährige Kerstin Semken.

In seinem Geschäftsbericht wies Ringleiter Torsten Schomborg auf 40-jährige generationsübergreifende Beratung hin. 2013 war dabei kein schlechtes Jahr: Es wurde ein Gewinn von fast 50 000 Euro erwirtschaftet.

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Bei den Wahlen wurde der Vorsitzende Arend Wichmann aus Neuenhuntorf einstimmig bestätigt. Auch Jens Schröder-Hayen aus Nordermoor und Gerd Groen aus Roddens wurden   wiedergewählt.

Über den Stand und die Perspektiven im Betriebszweig Milchkuh berichtete Torsten Schomborg. Er legte die Zahlen der Betriebszweigauswertungen mit den zweimonatigen Zwischenauswertungen vor und verglich sie mit Zahlen aus den vergangenen 25 Jahren.

Milchleistung stagniert

Sie zeigen, dass nach Jahren steigender Milchleistungen der Kühe nun eine Stagnation bei 8000 Kilogramm je Kuh und Jahr eingetreten ist. Deutlich gestiegene Kosten bei Futtermitteln sowie durch einen Rückgang der Milchpreise senkten die direktkostenfreie Leistung pro Kuh um 356 Euro oder 4,37 Cent je Kilogramm. Allerdings sah die Zwischenauswertung von Mai bis Dezember 2013 wegen des gestiegenen Milchpreises wieder deutlich positiver aus.

Vor allem Managementunterschiede sieht Schomborg für die Schwankungsbreite von 10 Cent je Kilogramm Milch verantwortlich. Den Schwerpunkt für ein gutes Management bilde neben dem Milchpreis vor allem die Milchleistung aus dem Grundfutter und die Höhe der Bestandsergänzungskosten.

Bei den Vollkosten der Milcherzeugung errechne sich ein Durchschnittspreis von 38 Cent je Kilogramm Milch. Je nach einzelbetrieblicher Situation seien 85 bis 90 Kühe mit einer Milcherzeugungsmenge von etwa 700 000 kg je Betrieb erforderlich, um die Lebenshaltungskosten einer Betriebsfamilie bei ausschließlicher Milchproduktion zu decken, sagte Schomborg.

Größere Schwankungen

Der Frage nach erfolgreichen Betrieben und deren Vermögenszuwächsen auch in schwierigen Jahren ging Ringleiter Steffen Habben nach. Die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre zeige vor allem in der jüngeren Vergangenheit deutlichere Schwankungen. Die erfolgreichen Betriebe bewirtschaften im Mittel 106 Hektar und melken 111 Kühe, während die Betriebe mit Eigenkapitalverlust 98 Hektar bewirtschaften und 100 Kühe melken. Hinzu kommt eine Differenz von 609 kg Milch pro Kuh und Jahr zugunsten der Eigenkapitalbildner. Insgesamt hatten die erfolgreichen Betriebe einen um 383 Euro je Hektar höheren Unternehmensertrag bei einem um 65 Euro niedrigeren Aufwand je Hektar.

Fast 24 000 Euro Vermögenszuwachs standen fast 25 000 Euro Vermögensverlust gegenüber, bei etwa gleichhohem Investitionsaufwand von 78 000 Euro. Habbens Fazit: Die Struktur des Betriebes hat kaum einen Einfluss auf die Vermögensbildung. Vielmehr sei das Betriebsmanagement entscheidend.

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