Nordenham Angesichts der knappen Kassen sind Förderprogramme ein wichtiges Thema für viele Städte und Gemeinden. Dieses Thema hat die Berner SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann aufgegriffen und Vertreter aller Wesermarsch-Kommunen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Bei der Zusammenkunft im Kaminzimmer der Stadthalle Friedeburg in Nordenham bekamen die Verwaltungsbediensteten von zwei Experten aufgezeigt, welche Fördermöglichkeiten es zurzeit gibt und wie die jeweiligen Teilnahmebedingungen aussehen. Bei den beiden Fachleuten handelte es sich um die Staatssekretärin der Niedersächsischen Staatskanzlei, Birgit Honé, und den Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung, Franz-Josef Sickelmann.

Die Gastgeberin Karin Logemann freute sich über die große Resonanz und wertete dies als einen Beleg für die hohe Bedeutung des Themas. Alle Städte und Gemeinden aus der Wesermarsch waren vertreten, und auch Landrat Thomas Brückmann nahm an der Veranstaltung teil.

Birgit Honé und Franz-Josef Sickelmann hatten eine gute Nachricht aus Hannover mitgebracht. Sie teilten mit, dass die Wesermarsch wieder als D-Fördergebiet in die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur aufgenommen worden ist.

Neben den verschiedenen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für Kommunen ging es um praxisnahe Beispiele für Förderungszusammenstellungen. In dem Zusammenhang erläuterte der Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyfarth die erfolgreiche Bewerbung um eine Kofinanzierung durch das Land Niedersachsen. Dadurch brauche die Stadt Nordenham nur einen Eigenanteil von 5 Prozent für die auf 850 000 Euro veranschlagte Erneuerung des Fähranlegerumfeldes in Blexen aufzubringen.

Diese Art von Kofinanzierung ist in erster Linie für „Bedarfszuweisungskommunen” gedacht. Also für solche Städte und Gemeinden, die mit ihren Finanzen besonders gut haushalten müssen und schon Förderungen aufgrund ihrer geringen Finanzkraft bekommen. Demnach besteht für fast alle Kommunen in der Wesermarsch die Chance, Projekte über eine Kofinanzierung verwirklichen zu können.

Bürgermeister Carsten Seyfarth machte seinen Amtskollegen und den Kämmerern Mut: „Es ist ein schlankes Verfahren, das man auf jeden Fall bei Förderungsanträgen schnell und einfach mit berücksichtigen kann“, sagte er, „und es kann sich wirklich lohnen.”

Staatssekretärin Birgit Honé warb eindringlich dafür, dass die Kommen sich um möglichst viele Förderungen für ihre Vorhaben bemühen. Dafür seien die Zuwendungen schließlich gedacht. „Viele Förderprogramme, wie zum Beispiel die Kofinanzierung, sind vielen gar nicht bekannt“, betonte die Staatssekretärin, „ich möchte Sie bitten, dafür Werbung zu machen.“ Denn das Land Niedersachsen wolle den Kommunen helfen.

„Die Veranstaltung war sehr erfolgreich“, zog Karin Logemann zum Abschluss eine positive Bilanz, „die Kommunen in der Wesermarsch wissen nun wieder ein Stück mehr, wie sie ihre Projekte bestmöglich umsetzen können.”

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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