Blexen Es läuft momentan gut für Kronos Titan. „Das Werk ist derzeit gut ausgelastet“, sagt Werksleiter Peter Aengeneyndt sichtlich zufrieden. Ungefähr 75000 Tonnen Titandioxid produziert das Blexer Werk des Chemieunternehmens in diesem Jahr. Das Weißpigment findet überwiegend in der Auto- und Baubranche Verwendung, wo es Farben und Lacken beigemischt wird. Doch auch in anderen Industriezweigen besteht Nachfrage.

Beim Bau des firmeneigenen Gas- und Dampfturbinenkraftwerkes laufe zudem alles nach Plan, sagt Peter Aengeneyndt. „Mitte November soll es in Betrieb gehen.“

Viele Bewerbungen

Auch in anderer Hinsicht scheint das Unternehmen derzeit gut aufgestellt. „Wir hatten im vergangenen Jahr mehr Bewerbungen als jemals zuvor“, freut sich Ausbildungsleiter Hergen Thien. Bei sechs Kandidaten verlief die Bewerbung schließlich erfolgreich. Für sie heißt es ab 2. September: Willkommen im Berufsleben.

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Insgesamt vier Ausbildungsplätze für Chemikanten sowie jeweils einen als Industriemechaniker und Elektroniker hatte Kronos Titan zu vergeben. „Für die Mechanikerstelle hatten wir 50 Bewerber, für die des Elektronikers 30“, fasst Hergen Thien das Interesse an den Ausbildungsstellen zusammen. Problematisch bleibt wie in den Vorjahren die Besetzung der Chemikantenstellen. „Hier hatten wir für vier zu vergebene Stellen nur 30 Bewerbungen“, sagt der Kronos-Ausbildungsleiter. Insgesamt 20 Lehrlinge beschäftigt das Unternehmen derzeit in Blexen. 375 Menschen arbeiten im Werk.

Für die vier neuen Chemikanten beginnt die Ausbildung erst einmal in der Umweltstation Iffens. „Hier bekommen sie von Dr. Wolfgang Meiners zunächst einen Crashkurs verpasst“, informiert Hergen Thien über den Ausbildungsstart. Mathematische Berechnungen, chemische Versuche, Umweltschutz und Arbeitssicherheit stehen für die Auszubildenden zunächst auf dem Lehrplan. Auch die übrigen Lehrlinge werden zu Beginn außerhäusig beschäftigt. „Sie arbeiten im ersten Jahr bei der Wesermetall GmbH“, sagt Hergen Thien, „da wir keine eigene Ausbildungswerkstatt haben.“ Im Anschluss sollen die Nachwuchskräfte dann den gesamten Produktionsprozess durchlaufen.

Gute Job-Aussichten

Sorgen bereitet Hergen Thien noch die Bewerbungslage für das kommende Jahr: „Da sieht es momentan noch etwas mau aus.“ Bis zum September können sich Interessierte noch für einen der drei Ausbildungsberufe bewerben. „Voraussetzungen sind ein guter Haupt- oder ein Realschulabschluss sowie Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen.“

Die Auszubildenden haben dabei gute Aussichten, nach der Ausbildung auch Arbeit bei Kronos zu bekommen. „Auf alle unsere Auszubildenden wartet, wenn sie sich gut anstellen, am Ende auch eine Stelle“, spornt Hergen Thien seine neue Schützlinge gleich schon einmal an.

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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