Golzwarden Auf einem Spülfeld in Golzwarden ist im Dezember 2019 Schlick aus dem Hafenbecken der Elsflether Werft deponiert worden. Der mit Tributylzinn (TBT) belastete Aushub soll nun abtransportiert und fachgerecht entsorgt werden. Für Ursula Schinski und Marcel Schmikale (beide SPD) ist das eine konsequente Fortsetzung dessen, was nach ihren Worten von der niedersächsischen Landesregierung mitgeteilt wurde: der Schlick werde nur zwischengelagert und später entsorgt.

Der Auftrag für eine Teilräumung im Bereich der Slipanlage 3 der Elsflether Werft war am 4. November 2019 nach öffentlicher Ausschreibung vergeben worden. Rund 5000 Tonnen Sedimente sollten ausgebaggert und abtransportiert werden. Die Landesregierung ging davon aus, dass der Werftbetrieb ein „wesentlicher Verursacher der TBT-Belastung der Hafenschlämme war“. Weil der Schlamm nicht sofort auf einer geeigneten Deponie entsorgt werden konnte, wurde er zwischengelagert.

Ursula Schinski und Marcel Schmikale sind beruhigt. Die Landesregierung halte ihr Versprechen ein, sagt die Sozialdemokratin. „Man soll bei den Fakten bleiben. Alles wird gemacht wie angekündigt“, betont Ursula Schinski.

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Experten hätten den Schlick auf dem Spülfeld als „unbedenklich“ bezeichnet. Die Deponierung sei zudem befristet gewesen. „Wir müssen uns auf Gutachter verlassen können“, sagt Schinski und ergänzt: „Wonach soll Politik handeln, nach Gefühl?“

Für Marcel Schmikale und Ursula Schinski gibt es aktuell keinen Ansatzpunkt, das Vorgehen zu beanstanden. Die beiden SPD-Mitglieder fordern jedoch eine Bodenuntersuchung des Spülfeldes. Sie wollen die Gewissheit haben, dass durch die Zwischenlagerung des TBT-Schlamms keine Schäden entstanden sind. „Wir möchten, dass die Aussagen bestätigt werden“, merkt Marcel Schmikale an. „Die Sicherheit der Bürger geht über alles.“

Deutlich kritischer sehen die Unabhängige Wählergemeinschaft Wesermarsch (UW) sowie der Grünen-Landtagsabgeordnete Dragos Panscescu aus Brake die Schlickablagerung. Der Grünen-Politiker hält den TBT-belasteten Aushub für eine erhebliche Gefahr für Mensch und Umwelt. Dass der Giftschlick nun abtransportiert werde, sei „das Ergebnis von langwierigem politischen Einsatz in Hannover und Brake“, so Pancescu.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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