BURHAVE „Die Burhaver Kaufmannschaft ist empört über eine Entgleisung von Veranstaltungsleiterin Eva Reiners“, sagt Michael Schweers als einer von zwei Sprechern eines Arbeitskreises, der nach seinen Angaben aus gut einem Dutzend Geschäftsleuten besteht.

Der Arbeitskreis hatte zu einer Diskussion im „Altdeutschen Hof“ eingeladen (die NWZ berichtete). „Die Krönung des Abends“, so Michael Schweers, „war allerdings die Aussage von Frau Reiners, die als Vertreterin der Kurverwaltung der Sitzung beiwohnte. Total am Thema vorbei, nämlich der Verschönerung und Belebung des Ortsherums, griff sie die Gastronomie als Ganzes an.“

Wörtlich zitiert Schweers Eva Reiners so: „Für mich gibt es in Burhave kein einziges schnuckeliges Lokal was mit Liebe geführt wird, was mich reizen könnte als Gast dort einzukehren.“ Im Outfit von vor vierzig Jahren brauche man sich nicht zu wundern, dass alle Gaststätten leer stünden, habe Frau Reiners weiter gesagt.

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Michael Schweers: „Für diese Aussage in aller Öffentlichkeit hätte sie normalerweise ihren Hut nehmen müssen. Auch in einem persönlichen Gespräch nach der Diskussionsrunde wiederholte sie mehrmals diese Diffamierung. Ich wehre mich hiermit entschieden und auch im Namen meiner Kollegen weise ich diese böswilligen Behauptungen zurück.“

Es gibt nach Meinung von Michael Schweers in Burhave nicht ein einziges Lokal über das man sagen könnte, dass es lieblos geführt wird oder Muff von vor 40 Jahren anhaftet. Schweers kritisiert Eva Reiners weiter so: „Aber vielleicht meinte sie auch die kureigenen Betriebe (Strandhallen), wo tatsächlich zum Bedauern der Pächter Jahrzehnte lang keine nennenswerten Investitionen getätigt wurden. Mit dem Ergebnis, dass beispielsweise die Strandhalle Burhave baufällig ist und abgerissen werden soll.“

In einem Telefonat habe er, Schweers, Frau Reiners aufgefordert, sich zu entschuldigen. Bis jetzt habe sie das aber nicht für nötig befunden. Michael Schweers weiter: „Wir Geschäftsleute überlegen zur Zeit noch, wie wir ein derartiges Verhalten bewerten sollen. Denkbar wären rechtliche Schritte oder eine Kürzung des Fremdenverkehrsbeitrages im nächsten Jahr.“

Auf Anfrage der NWZ zu den Vorwürfen verwies Veranstaltungsleiterin Eva Reiners auf die ihrer Ansicht nach wünschenswerte vertrauensvolle Zusammenarbeit. Reiners wörtlich: „Bedauernswert ist, dass wir im Grunde alle das gleiche Ziel verfolgen und trotz alledem scheinbar nicht in der Lage sind, konstruktiv an einem gemeinsamen Strang zu ziehen. Unsere Gäste haben hohe Erwartungen an uns und wir haben die Möglichkeit und die Aufgabe, gemeinsam alles Erforderliche zu tun, diese zu erfüllen. Stattdessen dominiert immer häufiger die Unterstellung von boshaften Absichten, die in keiner Weise zu begründen sind. Denn schließlich leben wir alle davon, dass Butjadingen sich weiter entwickelt und nicht stehen bleibt.“

Eva Reiners versteht in diesem Zusammenhang Kritik „als Impuls zur konstruktiven Reflektion des Ist-Zustands, als ein wichtiges Werkzeug, das erlaubt, Stärken zu forcieren und vorhandene Schwächen zu erkennen, um gemeinsam an diesen zu arbeiten.“ Sie stellt auch ihre Arbeit immer wieder auf den kritischen Prüfstand. Reiners weiter: „Dies bedingt jedoch die Bereitschaft des offenen Umgangs miteinander, um der Möglichkeit willen, gegenseitig an dem Wissen, den Gedanken, Eindrücken, Erfahrungen und Ideen aller Beteiligten teil zu haben.“

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