Brake In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts kannte jedermann in Brake den Ingenieur Fritz Böning und dessen gelb-blaue Firmenfahrzeuge. Nur: mit seinem Namen Fritz Böning wurde der geniale Tüftler und Erfinder selten benannt. Für die Braker waren er und sein Unternehmen schlechthin „Fribö“. Und das war als Marken- und Qualitätszeichen ganz im Sinne des Firmeninhabers, der sich nicht scheute, in den schwierigen Kriegsjahren seinen Betrieb aufzubauen. Am 1. Oktober 2016 besteht das Familienunternehmen 75 Jahre und wird in der dritten Generation von Gunnar Barghorn geleitet.

Unternehmerischer Mut und Weitsicht waren Bönings Charaktereigenschaften, die den Kurs der Firma Fribö bestimmten. Am 1. Oktober 1941 übernahm er die Maschinenfabrik Johann Wefer in Brake. Gefertigt wurden in dieser Zeit nicht nur Maschinenteile für U-Boote, Böning entwickelte auch einen Fleischkutter (Schneidemaschine) für Schlachtereien, der sich gut verkaufte. „Alles was motorisch gesteuert werden konnte, hat ihn begeistert und angespornt“, erinnern sich Schwiegersohn Magnus Barghorn und Enkel Gunnar Barghorn. „Clever wie Opa war, hatte er nie Schwierigkeiten Material zu besorgen. In den schweren Jahren nach dem Krieg fabrizierte er alles, was die Leute in den Notzeiten brauchten,“ schmunzelt Gunnar Barghorn. Schon früh gelang es Fritz Böning holdingähnliche Strukturen aufzubauen: für jedes Gewerk seines Unternehmens stand ein Meister zur Verfügung.

Mit dem Eintritt von Fritz Bönings Schwiegersohn, Magnus Barghorn, der 1971 den Familienbetrieb übernahm, legte er den Schwerpunkt auf den Sektor „Stahlbau“, jedoch ohne die weiteren Standbeine des Unternehmens zu vernachlässigen. Magnus Barghorn sah es als ganz wichtig an, das „Wir“-Gefühl seiner Mitarbeiter zu stärken – unter anderem auch durch einheitliche Arbeitskleidung.

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Prägend für die Zukunft des Unternehmens war 1981 der Bezug des neuen Firmengebäudes am Sieltief 1 östlich der B 212. Seit 2001 hält Gunnar Barghorn in dritter Generation das Firmenzepter in seiner Hand. Zurzeit beschäftigt das Traditionsunternehmen 120 Mitarbeiter, bis zu 40 Azubis werden alljährlich ausgebildet. „Sie sichern nicht nur das Wachstum der Firma“, betont Gunnar Barghorn. „Mit dem Schwerpunkt Ausbildung leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region.“

Eine Feier des 75-jährigen Bestehens haben Magnus und Gunnar Barghorn wegen der außerordentlich hohen Auslastung auf das nächste Jahr verschoben. „In der aktuellen Hektik können wir keine angemessene Feier planen. Angesichts der starken Auslastung hätten unsere Mitarbeiter, die uns am wichtigsten sind, nichts davon.“

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