BERNE /LEMWERDER Des einen Freud’ ist oft des anderen Leid: Während die weiße Winterlandschaft für Kinder ein gigantischer Spielplatz ist, der zum Schneemannbau und zum Schlittenfahren einlädt, ist die weiße Pracht für viele Autofahrer ein Ärgernis.

Reserven zu Ende

Die Streudienste der Gemeinden sind im Dauereinsatz, um die Hauptverkehrsstraßen befahrbar zu halten. Doch nun gehen die Streusalzreserven zur Neige – und Nachschub ist erst einmal nicht in Sicht. „Ich versuche seit zwei Stunden den Lieferanten zu erreichen, um in Erfahrung zu bringen, ob unser Bestellfax von gestern angekommen ist“, erzählt Susanne Imhoff vom Bauhof in Lemwerder. Vergebens: Sie kann einfach niemanden erreichen.

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„Wir haben bisher drei Salzlieferungen zu je 25 Tonnen bekommen“, sagt Dennis Paack von der Gemeinde Lemwerder. Das Salz reiche nun höchstens noch zum Streuen für diesen Mittwochmorgen. Dann werde der Winterdienst aber nicht etwa eingestellt, versichert Paack: „Da gibt es genug Alternativen.“

Splitt als Alternative

Sei das Salzlager leer, würde der Bauhof auf andere abstumpfende Mittel wie Sand oder Splitt zurückgreifen. „Salz ist natürlich am besten, weil damit die Eisschicht geschmolzen wird“, sagt Paack. Sand oder Splitt würden aber auch dafür sorgen, dass Fahrzeuge nicht so schnell ins Rutschen kämen.

Dennoch gilt: „Jeder Autofahrer muss seinen Fahrstil den Witterungsverhältnissen anpassen“, meint Hartmut Schierenstedt von der Gemeinde Berne. Dort reiche das Streusalz voraussichtlich noch bis zum Wochenende. Die nächste Lieferung Salz sei bereits geordert. Ob diese rechtzeitig eintrifft, sei aber fraglich. Sei kein Streusalz mehr da, werde stattdessen grobkörniger Wesersand gestreut. Außerdem erinnert Schierenstedt daran, dass auch die Bürger einer Räum- und Streupflicht nachkommen müssen. Sie müssen beispielsweise die Gehwege vor ihren Häusern von Schnee und Eis befreien oder die Wege abstreuen.

Tonnenweise Streusalz

Etwa 25 Tonnen Streusalz wurden in den vergangenen Wochen in Berne auf die Straßen gebracht. Vier Mitarbeiter vom Bauhof sind hierfür im Einsatz.

Überstunden beim Bauhof

In Lemwerder schieben die Mitarbeiter vom Bauhof derzeit auch mal Überstunden: „Drei Kollegen sind im Bereitschaftsdienst im Einsatz“, erklärt Dennis Paack. Außerdem würde eine externe Firma die Gemeinde bei den Streuarbeiten zusätzlich unterstützen.

Hier wird geräumt

Folgende Straßen werden von der Gemeinde Lemwerder gestreut: Am Leuchtturm, Am Schaart, An der Fähre, An der Kirche (von Haus Nummer eins bis zum Wendeplatz), Auf dem Strepel, Bertha-Benz-Straße, Breite Fahr, Deichstraße, Deichtriften, Detmarstraße (von Schulstraße bis Stedinger Straße), Ernst-Pieper-Straße, Flughafenstraße, Hansering, Heimstättenstraße, Industriestraße (von An der Fähre bis Außendeichssiedlung), Johannesweg, Niedersachsenstraße, Rathausvorplatz, Schulstraße und Werner-von-Siemens-Straße.

Der Räumpflicht des Landkreises unterliegen zudem die folgenden Straßen: Berner Straße, Deichshauser Straße, Hauptstraße, Ritzenbütteler Straße, Stedinger Straße und die Tecklenburger Straße.

Verschiedene Gehwege sowie Radwege werden ebenfalls geräumt – beispielsweise wenn sie als Schulsicherungsweg dienen.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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