Nordenham Mit viel Humor und menschlicher Wärme sowie einem „Werbeblock“ für Nordenham ist am Freitag im Amtsgericht die Ende Juli in den Ruhestand getretene Direktorin Dr. Claudia Peplau (62) offiziell verabschiedet und ihr Nachfolger Martin Staubwasser (49) in sein neues Amt eingeführt worden.

Zuvor in Wilhelmshaven

Martin Staubwasser stammt – die NWZ  berichtete bereits – aus dem Rheinland, wohnt in der Nähe von Varel und war seit 2003 Richter am Amtsgericht Wilhelmshaven.

Claudia Peplau habe in fast 18 Jahren als Amtsgerichtsdirektorin vorbildliche Arbeit in Nordenham geleistet, sagte der Präsident des Landgerichts Oldenburg, Dr. Thomas Rieckhoff. Sie sei eine überaus beliebte und angesehene Direktorin gewesen, weil ihr die Bediensteten des Gerichts mit ihren Problemen, Stärken, Eigenarten und Wünschen am Herzen lagen. Sie habe nie eitel darauf geschielt, wie etwas, das ihr wichtig war, ankommen könnte.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Claudia Peplau sei nicht nur eine versierte und fachlich beschlagene Familienrichterin gewesen, sondern werde auch mit ihrer besonderen Persönlichkeit, Wärme und ihrer gelebten Herzlichkeit in bester Erinnerung bleiben, so Thomas Rieckhoff.

Der Landgerichtspräsident hält den neuen Amtsgerichtsdirektor für bestens qualifiziert. Martin Staubwasser werde seine Arbeit richtig angehen „in dem Bewusstsein, dass hinter Vorgängen und Akten Menschen sind – Menschen mit unterschiedlichen Talenten und Eigenschaften, die es verdienen, ernst genommen zu werden.“

Der Landgerichtspräsident sagte schmunzelnd den Gästen der Feier: „Sie sehen, die Justiz schickt Leistungsträger in die Wesermarsch.“ Er fügte hinzu: „Das stimmt wirklich; schauen Sie sich mal an, was aus den Richtern geworden ist, die hier in Nordenham einmal angefangen haben.“

Im Namen der Amtsgerichtsdirektoren des Landgerichtsbezirks Oldenburg dankte Hanspeter Teetzmann aus Delmenhorst Claudia Peplau für die Zusammenarbeit und begrüßte Martin Staubwasser. Ebenso sprach für die Anwälte und Notare im Amtsgerichtsbezirk, zu dem Nordenham, Butjadingen und Stadland gehören, Jost Richter. Er ist auch Vorsitzender des Vereins Jugendhilfe Wesermarsch und dankte Claudia Peplau auch für ihren ehrenamtlichen Einsatz als 2. Vorsitzende des Vereins.

Rechtspflegerin Janine Hübler sprach für den Personalrat und die Mitarbeiter. Im Nordenhamer Amtsgericht (31 Bedienstete, darunter 4 Richter) herrsche trotz wachsender Arbeitsbelastung ein gutes Arbeitsklima, sagte sie.

Bürgermeister Hans Francksen würdigte auch das Engagement von Claudia Peplau im Präventionsrat und als ehemalige Vorsitzende des Vereins Theater Fatale.

In ihrer Dankesrede knüpfte Claudia Peplau – sie ist in Paderborn geboren, in Hamburg aufgewachsen und hat in Hamburg und Mannheim studiert – an „Werbeblöcke“ für Nordenham in den Reden des Landgerichtspräsidenten und des Bürgermeisters an.

Prächtiges Gebäude

Es heißt zwar immer, so Claudia Peplau, dass das Nordenhamer ein ganz kleines Amtsgericht im Lande und Nordenham eine Stadt mit nachteiliger Randlage ist. Aber es ist keine Frage, warum dieses kleine Gericht ein „unglaublich großes und prächtiges“ Gebäude (im Jugendstil) hat: Im gesamten Landgerichtsbezirk Oldenburg gibt es laut Oldenburgischer Industrie- und Handelskammer 8500 Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern. Davon 5000 Mitarbeiter sind in Nordenham tätig.

Claudia Peplau zog schmunzelnd dieses Fazit: „Hier in Nordenham wird das Geld gemacht, hier spielt die Musik.“ Sie jedenfalls habe in dieser Stadt immer gerne gelebt und gearbeitet.

Sie dankte stellvertretend für alle Mitarbeiter Geschäftsleiterin Rita Linneweber für Unterstützung. Mit Soul-Stücken sorgte eine aus Freunden und Bekannten der Familie von Claudia Peplau zusammengestellte vierköpfige Band für ansprechende Musik.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.