Rodenkirchen Nach dem Landeserntedank-Gottesdienst konnten sich die Kirchenbesucher gleich einem ganz speziellen Lebensmittel zuwenden: Insekten. Es gab sie am Eingang der Hengsthalle frisch gekocht. Das ist kein Witz: Die Tierärztliche Hochschule Hannover experimentiert tatsächlich mit Insekten als Nahrungsmittel.

Weltweit nutzen immer mehr Landwirte die Kerbtiere als Lebensmittel, auch in Europa. Menüvorschläge sind beispielsweise gebratene Zikaden oder Seidenraupen-Burger. Die Hochschule sucht Landwirte, die bereit sind mitzumachen. Wer es lieber bodenständig mag, war beim Stand gegenüber besser dran, wo der Verein Pro Region Wesermarsch Ochsen- und Lauchsuppe anbot. Ein paar Meter weiter gab‘s beim Landfrauenverein Rodenkirchen Kürbisstuten mit Marmelade.

Dabei kamen die Besucher ins Gespräch über landwirtschaftliche Themen und mit Landwirten, und genau das ist das Ziel des Landeserntedankfestes, wie Peter Wachter sagt. Er ist Sprecher der Marketinggesellschaft der Land- und Ernährungswirtschaft Niedersachsen, die das Fest gemeinsam mit der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen veranstaltet.

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Ein Landwirt, den die Gäste kennenlernen konnten, war Jörg Schwarting, Norderseefeld. Er hatte, wie berichtet, im vergangenen Jahr die Goldene Olga als bester Milcherzeuger Niedersachsens bekommen und berichtete gern aus seiner täglichen Arbeit.

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft schenkte frische Milch und Milch mit Pfefferminzsirup aus, wobei letzteres besser ankam. Bernhard Grube, der die Getränke servierte, störte das nicht: „In beiden Getränken ist Milch drin.“

Für eine ganz spezielle Milch warb Anne Francksen vom Grünlandzentrum in Ovelgönne: Weidemilch. Das ist Milch von Kühen, die an 120 Tagen im Jahr mindestens 6 Stunden auf der Weide sind. Am 28. Oktober schließen die Molkereien Ammerland, DMK und Rücker zusammen zusammen mit mehreren Landvolk-, Naturschutz- und Tierschutzverbänden einen Vertrag über dieses neue Produkt, das etwas teurer sein wird.

Dieter Voigt vom Landesschafzuchtverband Weser-Ems warnte vor dem Wolf. In der Wesermarsch gebe es 20 000 Schafe, so viele wie in keinem anderen niedersächsischen Landkreis. Sie lebten dezentral an Deichen oder auf Restflächen, deshalb seien größere Schutzvorkehrungen unwirtschaftlich.

Und wer schon immer mal wissen wollte, wie viele Tiere er so in einem Leben isst, erfuhr es am Stand der Oldenburgischen Landeskirche: Es sind 945 Hühner, 46 Schweine, 37 Enten, 12 Gänse, 4 Schafe und 4 Rinder.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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