STROHAUSEN STROHAUSEN - Aus dem kanadischen Toronto war Karin Renken angereist, um gestern die Inschrift am Mündungsschöpfwerk in Strohausen zu enthüllen, die an ihren Vater Johann Renken erinnert. Der Namenszug des langjährigen Vorstehers der Stadlander Sielacht ziert jetzt eine Backsteinwand des Gebäudes und weist auf das verdienstvolle Wirken des engagierten Mitbürgers hin.

Obwohl 1981 nach Kanada ausgewandert, fühlt sich Karin Renken ihrer alten Heimat und dem Werk ihres Vaters verpflichtet. Sie teilte mit, dass sie jährlich 500 Euro für Menschen spende, die sich um den Deichbau und die Sielacht verdient machten. Sie stellt in den kommenden zehn Jahren insgesamt 5000 Euro zur Verfügung. Die Sturmflut am 16./17. Januar 1962 sei der Auslöser für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Menschen gewesen, sagte sie.

„Sein Leben galt dem Kampf mit dem Wasser“, betonte Renkens langjähriger Weggefährte Wilhelm Detmers, ebenfalls lange Jahre Vorsteher der Stadlander Siel-acht. Er habe Renken als Mann des Ausgleichs erlebt, der seine Ziele nie aus den Augen verlor, das Land vor dem Wasser zu schützen. Die intakte Wasserwirtschaft in Stadland sei Renkens Verdienst. Der Bau des Mündungsschöpferwerks sei auf das unermüdliche Engagement zurückzuführen.

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Alle Festredner lobten die Arbeit Renkens und zeichneten das Bild eines fröhlichen Menschen, der stets Optimismus ausstrahlte. „Mit seinem herzhaften Lachen überspielte er manch kritische Situation“, sagte Detmers. Er habe sich restlos für die Menschen seiner Heimat eingesetzt. „Wir sind Johann Renken zu großer Dankbarkeit verpflichtet“.

„Sein Leben galt der Wasserwirtschaft und dem Küstenschutz“, betonte Alfred Meyer, ehemaliger Geschäftsführer der Wasser- und Bodenverbände. Er habe versucht, für alle tragbare Lösungen zu finden, machte Bürgermeister Boris Schierhold deutlich. Altlandrat Udo Zempel brachte die Grußworte auf einen Nenner: Renken habe Gegenwart und Zukunft sicher gemacht, würdigte der Ratsherr den unermüdlichen und verdienstvollen Einsatz des Landwirts.

Verdienstkreuz am bande verliehen

Johann Renken erblickte 1928 bei Großenmeer das Licht der Welt. Im Jahre 1957 wurde er Verbandsvorsteher der Strohauser Sielacht und nach der Umgestaltung (1964) zur Stadlander Sielacht auch dort Verbandsvorsteher. Das Amt übte er insgesamt 37 Jahre lang aus.

In den Vorstand des II. Oldenburgischen Deichbands wurde Johann Renken 1965 gewählt. Von 1982 bis 2001 war er Verbandsvorsteher. Hinzu kommt die Tätigkeit bei den Wasser- und Bodenverbänden als Stellvertreter (1982-1984) und als Verbandsvorsteher (bis 1987). Für seine Verdienste um die Wasserwirtschaft erhielt er 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik. Er starb 2003.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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