Betrifft: „Die richtigen Konsequenzen aus OVG-Urteil ziehen“, NWZ -Ausgabe vom 9. Februar.

Lange Zeit war ein Handschlag (und damit „Treu und Glauben“) genug, um Absprachen zwischen Nachbarn und anderen Partnern in den Dörfern zur sicheren Grundlage von Geschäften und anderen gemeinsamen Vorhaben zu machen.

Das geht sicher heute so nicht mehr. Musste aber deshalb ein im Prinzip ordentlich gelaufener Einstieg in das bislang größte niedersächsische Flurbereinigungsverfahren um jeden Preis gekippt werden, nur weil zwei kleine Formfehler darin sind?

Es wird am Ergebnis kaum etwas ändern, die Kräfteverhältnisse innerhalb der Teilnehmergemeinschaft Schwei sind klar.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Folgen jedoch hat die beschriebene Klage eines Mitgliedes dieser Gemeinschaft: Es sind Kosten entstanden, Gerichte (die Wichtigeres zu tun hätten) wurden beschäftigt, die ganze Vorstandswahl muss wiederholt werden, alle bisherigen Entscheidungen werden erneut getroffen.

Wie stark die Interessen der wenigen verbliebenen Vollerwerbslandwirte und der Verpächter mehr im Umlege- und Wegeplan berücksichtigt werden als die der Freizeitreiter, Fuß- und Radwanderer, also vorwiegend der Touristen und Tourismus-Anbieter, steht noch gar nicht fest. Über strittige Planungen kann diskutiert werden und die Stimmen Betroffener müssen in jedem Falle Bedeutung haben.

Flurbereinigungsverfahren haben mich 20 Jahre meines Lebens beschäftigt, das brachte mein Beruf mit sich. Stets war erstaunlich, dass die meisten Beteiligten meinten, gerade ihnen geschähe Unrecht und gerade ihnen würden die besten Flurstücke genommen.

Ich habe nie feststellen können, wo all diese guten Felder geblieben sind. Ob die Ämter diese aufgeladen und weggefahren haben, wenn doch jeder nachher schlechter dastand als zuvor?

Ich wünsche mir als Teilnehmer der Gemeinschaft, dass das Schweier Verfahren nach der Neuwahl mit gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft aller, auf einiges Gewünschte zu verzichten, über die Bühne gehen kann. Alles Andere wäre ein weiteres Armutszeugnis.

Gerhard Roos Norderschwei

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.