NORDENHAM In den nächsten beiden Jahren gibt es keine adventliche Sonntagsöffnung. Das teilt Siegfried Irmer mit.

von henning bielefeld NORDENHAM - Gemütlich bummeln, Bekannte treffen und zwischendurch vielleicht einen Glühwein trinken: Das kommt immer noch gut an. Der vierte verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr zog wieder viele Interessierte in die Geschäfte. Dafür war einen Tag zuvor der erste lange Sonnabend vor dem Fest ein Flop.

In einer NWZ-Umfrage kurz vor Geschäftsschluss zogen die Kaufleute unterschiedlich Bilanz. Hoch zufrieden äußerte sich beispielsweise Anke Coldewey, die Inhaberin von „Mode Schröder“: „Heute war’s besser als beim Ochsenmarkt. Vor allem die Männer haben viel gekauft.“ Frau Coldewey vermutet allerdings, dass dies hauptsächlich an ihrer Rabatt-Aktion zum 25-jährigen Bestehen des Geschäfts liegt.

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Zufriedene Gesichter gab es auch bei Juwelier Klein, für den dieser verkaufsoffene Sonntag der wichtigste im Jahr ist. „Armbanduhren und Schmuck werden vor allem zu Weihnachten verschenkt“, sagte der Inhaber Eckhard Klein. Zudem habe, anders als bei anderen verkaufsoffenen Sonntagen, keine Aktion die Aufmerksamkeit der Kunden von den Produkten abgelenkt. „Die Kunden hatten Zeit, konnten klönen“, resümierte Klein. „So schön ist’s im Supermarkt nicht.“

„Besser als im vergangenen Jahr“ lief es im Schuhhaus Buller & Geske, wie Arne Buller sagt. Dafür sei es aber an den Vortagen schlechter gelaufen.

Zufrieden zeigte sich auch Rüdiger von Hollen von „Hollys Spiel- und Babywelt“. Doch der Ochsenmarkt sei deutlich stärker gewesen: „Dann beginnt das Weihnachtsgeschäft.“

„Das Nette an diesem Sonntag ist: Die Leute haben Zeit und sind entspannt“, sagt die Buchhändlerin Anne von Bestenbostel. Allerdings habe sie weniger verkauft als im vergangenen Jahr und deutlich weniger als beim Ochsenmarkt. Generell zieht sie den Sinn von vier Sonntagsöffnungen im Jahr in Zweifel: Weniger wäre ihrer Ansicht nach mehr.

Dass es in den nächsten beiden Jahren wohl nur jeweils drei verkaufsoffene Sonntage geben wird, liegt aber nicht an den von Anne von Bestenbostel und anderen Kaufleuten geäußerten Zweifeln an der Vielzahl der Aktionen. „Nächstes Jahr fällt der ersten Advent in den Dezember – und in diesem Monat darf sonntags nicht geöffnet werden“, sagt der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes Wesermarsch-Nord, Siegfried Irmer. Und die Geschäftsöffnung auf den Totensonntag zu legen, sei nicht angebracht.

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